New Work in New York a.k.a. Make negotiation great again

 

Als im Rahmen der Weihnachtsfeier am 16.12. letzten Jahres die „Wildcard“ unserer beiden Geschäftsführer für den Messebesuch der NRF-Big Show in New York dem Personalreferenten zuteilwurde, erlebten mich die Kollegen in einem sehr seltenen Zustand – sprachlos.

Umso größer war dann die Vorfreude, als es tatsächlich am 13. Januar Richtung USA losging. So traf ich mich mit Stefan (Hilger) am Frankfurter Flughafen, an dem wir die Wartezeit auf das um „wenige Stunden“ verschobene Boarding unseres A 380 der Singapore Airlines auf höchst angenehme Weise in der Lufthansa Lounge verbrachten und dort mehrere Kollegen der SAP kennenlernten, die ebenfalls mit uns den Sprung über den Teich wagen wollten. A 380 und Singapore Airlines erwies sich als eine hervorragende Kombination (für die ich auf ewig in Stefans Schuld stehen werde), die zum einen auch in der Economy einen fürstlichen 20170113_131402 Sitzabstand und eine Menükarte mit Cocktail-Auswahl bietet, zum anderen ein überragend ruhiges Fluggefühl und extrem niedrigen Geräuschpegel aufweist, so dass man den Start erst dadurch bemerkt, dass man in den Sitz gepresst wird.  4 Filme aus dem Bordentertainment und 3 Singapore Slings, serviert vom sehr adrett gekleideten weiblichen Bordpersonal (siehe und lerne, Lufthansa!), später landeten wir am JFK in New York. Die berüchtigte „Immigration“ gestaltete sich erstaunlich problemlos, vermutlich, weil wir die letzten Tage des liberalen Amerikas unter Barack Obama erleben durften, bevor ein New Yorker Immobilienmogul das Ganze wieder „great again“ machen würde…

So gelangten wir problemlos zu unserem Bus Richtung Manhattan, in dem auch sofort ein hoch engagierter Busfahrer das Bordentertainment übernahm und uns mit thematisch perfekt ausgewählter 20170113_221159Hintergrundmusik Richtung Hochhäuser chauffierte. Als er dann nach der Tunnelpassage nach Manhattan auch noch Sinatras Evergreen auflegte, hatte er sich sein Trinkgeld endgültig verdient. So tauchten wir in die Häuserschluchten ein, um kurz danach unser Hotel zu erreichen. Um das Erlebnis dieser Stadt maximal auszukosten, ging es natürlich sofort danach mit Köbes (Hans-Jakob Reuter), der an unserem Hotel zu uns stieß, zum obligatorischen Besuch auf dem Times-Square. Hier erlebt der erstmalige New York Reisende den endgültigen Overkill – nach JetLag mit Gleichgewichtsstörungen und gefühlten 36 Stunden wach am Stück brennt sich dieses orgiastische Lichtermeer so dermaßen nachhaltig auf die Netzhaut, dass einem einfach der Mund offen stehen bleibt. Ginge es hier nach deutschen Sicherheitsbestimmungen – an jeder Zufahrtsstraße müssten Schilder mit fotosensitiven Epilepsiewarnungen aufgestellt werden. Die Eingeborenen scheinen hier aber eine Immunität vorzuweisen, denn verkrümmte, zuckende Gestalten fand man nicht. Hingegen eine Vielzahl kostümierter Gestalten aus dem Marvel- und Disneyuniversum, mit denen man sich gegen Gebühr fotografieren lasse20170113_192451_Richtone(HDR)n kann. Dem nackten Cowboy, der hier normalerweise Gitarre spielt, war es aber in diesen Tagen wohl zu kalt. Bevor uns dann selber auch zu kalt wurde, gingen wir in ein typisches Diner, in dem wir die amerikanische Definition von Kochkunst kosteten: Frittierte Kohlehydrate und paniertes Fett sollten auch in den nächsten Tagen unser ständiger Begleiter sein. Ausgesprochen Lecker, aber nicht zur dauerhaften Ernährung geeignet. Überhaupt war der Einblick in das US-Amerikanische Ernährungsselbstverständnis sehr aufschlussreich: Da wird die gewöhnliche Kartoffel mit dem Slogan „Contains essential carbohydrates“ beworben – da tut man sich mit Pommes ja quasi was Gesundes in die Tüte. Zuckerhaltige Nahrungsmittel, wie die pappsüßen Softdrinks, werden dann durch den Hinweis „Low Fat“ auch zum gefühlten Diät-Drink. So bewirbt man sich die Welt, wie sie einem gefällt. Erstaunlich ist tatsächlich nur eines: Während in einer Bevölkerung, in der die Mehrheit stark übergewichtig ist, Zucker und Fett scheinbar eine gesunde Lebensgrundlage sind (und gemäß mehrerer von Nahrungsmittelproduzenten beauftragten, unabhängigen Studien auch nicht mit hinreichender statistischer Wahrscheinlichkeit mit Fettleibigkeit und Gefäßerkrankungen in Verbindung gebracht werden dürfen [there are alternative facts]), so fürchtet der Ami nichts mehr, als gefährliches Salz in Lebensmitteln. Sogar auf U-Bahn Plakaten wird davor gewarnt, dass die Einnahme von mehreren salzhaltigen Nahrungsmitteln in Kombination zu einer Überschreitung des maximal empfohlenen täglichen Salzkonsums führen kann. Daher gibt es eigentlich nur ein Kriterium, an dem man gesundes Essen erkennt: low sodium. Da wird auch ein Phänomen wie Herr Trump etwas nachvollziehbarer.

Nach diesem 20170114_081740_Richtone(HDR)krassen ersten Tag starteten Köbes und ich am nächsten Morgen (auch um keine bleibenden Schäden durch die ungewohnte Ernährung zurückzubehalten) zu einem kleinen Läufchen am Hudsonriver und durch den Central Park. Völlig abgefahren und ein wenig surreal, wenn man entlang von Szenerien läuft, die man sonst nur aus Filmen kennt. Nach einem amerikanischen Frühstück (off cause low sodium) ging es dann zunächst auf die Messe, um den Aufbau unseres Stands zu kontrollieren. Als Teil der SAP Repräsentanz prominent an einem der Eingänge gelegen – Grafiken und Slogans stimmen – die Messe kann kommen!

Ein Höhepunkt jagte den nächsten: Wir fuhren nach Brooklyn zu unserem Termin in Peter Lugers Steakhouse, der Nr. 1 Adresse in New York für Black Angus Beef! In diesem Steakhouse, das seit 1984 20170114_141854_Richtone(HDR)kontinuierlich von New Yorks Gastronomiekritikern ausgezeichnet wird und sogar ein Blümchen (Sterne gibt es entgegen der landläufigen Meinung in diesem Restaurantführer nämlich gar nicht) im Guide Michelin hält, verspeisten wir ein hervorragendes Stück Fleisch, dass durch die spezielle Art der Zubereitung bei 800°C (einfach mal nach „Beefer“ googlen) außen kross Maillardisiert und innen perfekt Medium war. An der Stelle hätte der Trip auch enden können – weitere Steigerungen waren schwer möglich.

Sightseeing und Shopping füllte den Rest des Tages schnell. Als kleines Highlight gönnten sich Köbes und ich den Besuch eines Broadway Musicals. Phantom of the Opera wurde es, nicht zuletzt, weil wir als Experten für Konditionenmanagement den unglaublichen 40% Diskont auf die Tickets nicht entsagen konnten. Neben einer hervorragenden Darbietung erlebten wir zwei weitere Beispiele amerikanischer Hochkultur: Zum einen war die Klimaanlage (im JANUAR!) so kalt, dass Köbes sich eine Erkältung zuzog, zum anderen kraschpelte eine amerikanische Familie hinter uns wie völlig selbstverständlich die kompletten drei Stunden mit Chips- und Popcorntüten. Make America great again, please!

Die nächsten 20170117_202943_Richtone(HDR)Tage waren geprägt vom Messealltag. An unserem Stand besuchten uns viele sehr spannende Kunden aus der ganzen Welt: Von Kanada, Australien bis zu Japan – deutlich mehr als nur der US-Handel war auf der Messe vertreten. Sogar einem Händler aus dem Kosovo durfte ich unsere Lösungen näherbringen – mit was genau der allerdings Handel betreibt, das habe ich nicht herausgefunden. Festgestellt haben wir aber vor allem eins: Unser neuer Partnerstatus war die Initialzündung für unsere Kollegen aus dem SAP-Vertrieb! Unglaublich viele Vertriebler waren bei uns und haben sich über unser Angebot informiert, teilweise direkt mit ihren Kunden im Schlepptau. Die Resonanz war dabei überwältigend: Unsere Lösung ist genau das, was der Handel braucht. Teilweise haben Kunden, die erst nur exakt 5 Minuten in ihrem straffen Zeitplan für uns eingeplant hatten, diese Zeit (zu Lasten der anderen Aussteller) noch deutlich verlängert, weil sie völlig von unseren Möglichkeiten beeindruckt waren. Das soll dann auch meine Botschaft an unsere Entwickler und Berater sein: Das, was wir gerade gemeinsam machen, schlägt auf dem Markt ein wie eine Bombe! Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, diese Begeisterung bei jedem Kunden neu zu entfachen, weil es ein echtes Interesse für unser Thema gibt!

Ganz im gicom-Style haben wir uns nach den Messezeiten natürlich nicht ins Hotel gelegt, sondern haben weiterhin den großen Apfel unsicher gemacht. Abgefahrene Restaurants gehörten da genauso zu den Anlaufstellen wie diverse Flagship-Stores einschlägiger Sportartikelhersteller und natürlich die vielen Sehenswürdigkeiten, die 20170116_070247die Stadt bietet. Auch sind Köbes und ich ein weiteres Mal Laufen gewesen, direkt um 06:15 Uhr Richtung Central Park. Fast menschenleere Wege und ein einmaliges Panorama bei bestem Wetter haben uns mehr als entschädigt.

Nach drei fordernden Messetagen, vielen Gesprächen 20170118_124338und einzigartigen Erlebnissen ging es dann Richtung Heimat. Bustransfer zum Flughafen, Nachtflug nach Frankfurt (wobei der Service der Singapore ein Zeitfenster von 2,5 Stunden zum Schlafen lässt, wenn man denn kann), Zeitverschiebung, Zugfahrt Richtung Köln, das alles fordert dann unweigerlich Tribut. So gelang es mir mit letzter Kraft, das wertvollste unserer Reise in gute Hände zu übergeben – die Leadbögen mit den Kontaktinformationen unser potentiellen Neukunden.

Wie Frodo am Schicksalsberg hatte ich die Mission erfüllt. Drei Tage später hatte ich auch das neuerliche JetLag überstanden.

Was kann ich dem oder der nächsten Glücklichen mitgeben, der eine Wildcard nach New York bekommt? Zunächst, dass es sich definitiv lohnt, sich dafür anzustrengen. „Unparalleled experiences“ sind es, die einen erwarten. So wäre ein Trip nach New York bzw. ein Ausflug mit unseren beiden Geschäftsführern irgendwohin schon Highlight genug, die Kombination dieser beiden Ereignisse ist es aber, was diese Zeit einfach zu einem intensiven Trip macht, auf dem ein Höhepunkt den anderen jagt. Des Weiteren ist körperliche Fitness ist nicht verkehrt, wenn man New York aus der spannendsten Perspektive erleben will – zu Fuß. Durchschnittlich 20.000 Schritte habe ich jeden Tag zurückgelegt, insgesamt ca. 77 km in fünf Tagen. Für den reuelosen Genuss amerikanischer Küche empfiehlt sich auch ein trainierter Magen – KFC, McD und BK bieten realistische Trainingsmöglichkeiten.

Nun reihe ich mich ein in die Riege der NRF-Veteranen. Danke Köbes, danke Stefan für eine fantastische Reise, auf der ich sowohl beruflich als auch persönlich vieles dazulernen durfte.

Autor: Michael

 

Der Ernst des Levvens …

Nach knapp fünf Monaten freier Zeit nach dem Abitur ging es am 01.09.2016 für uns mit dem Ernst des Lebens los:

Bereits auf dem Weg ins Firmengebäude, traf ich meinen Kollegen Daniel. Zusammen wurden wir herzlich begrüßt und in den Konferenzraum im 2. OG geführt. Nach ein wenigen Minuten trafen auch unsere anderen beiden neuen Kollegen Martin und Sebastian ein. Nun saßen wir alle zusammen und das allmähliche Kennenlernen nahm seinen Lauf. Auf Anhieb verstanden wir uns alle super gut und tauschten uns direkt aufgeschlossen aus. Als ich das realisierte, fiel mir ein Stein vom Herzen. Gegen neun Uhr kam Herr Witzel (unser Ausbildungsleiter) in den Konferenzraum. Die ersten Stunden begannen wir damit, uns gegenseitig vorzustellen und weiteren organisatorischen Gesichtspunkten wie zum Beispiel dem Einrichten unserer Firmenlaptops und der internen Software für die Mitarbeiter. Anschließend folgte ein Firmenrundgang, damit wir uns auch im Alltag zurecht finden.

In den anschließenden drei Ausbildungswochen erhielten wir sehr viel Input. Zum einen lernten wir, wie man richtig mit dem Programmen PowerPoint und Excel umgeht. Zum anderen wurden wir aber auch in die spannende Welt des Handels, und hier besonders in den Einkauf eingeführt. Anschließend wurde der Fokus auf die gicom-Lösungen gerichtet, die den Einkauf im Handel in seinem gesamten Prozess unterstützen. Nach dem Frontalunterricht am Morgen hatten wir in der anschließenden Vertiefungsphase die Chance, die jeweilige Lösung selbst aus der Anwender-Perspektive zu erleben und auszuprobieren. Nachmittags sollten wir diese dann mit einer kleinen Präsentation aus Vertriebssicht mit Hinblick auf den jeweiligen wirtschaftlichen Mehrwert vorstellen. Dies war zudem eine gute Vorbereitung auf das Studium, da wir viel Präsentationspraxis erworben haben und uns stetig verbessern konnten.

Bei all den Aufgaben kam der Spaß jedoch auch nicht zu kurz. Mit lustigen Weisheiten von Herrn Witzel und regelmäßigen Kicker-Pausen vergingen die drei Wochen wie im Flug.

Weitere Höhepunkte waren unter anderem das „Dönern“, welches uns hoch angepriesen wurde und jeden Freitag stattfindet. Dabei hatten wir gute Gelegenheiten unsere weiteren Kollegen kennenzulernen. Zudem kamen wir in den Genuss, unseren Geschäftsführer Herr Hilger „live in Action“ zu sehen. Für uns nahm er sich extra Zeit, um uns besonders gut über das SAP-Umfeld zu informieren. Die offizielle Staffelstab-Übergabe beendete die Einführungsphase für uns. Wir erhielten den gicom-Azubi-Staffelstab von dem Jahrgang, welcher sein Studium nun beendet hatte. Des Weiteren gab es für jeden eine Urkunde. Aber nicht nur wir wurden an dem Tag gefeiert. Auch zwei weitere Kollegen haben den Status des Junior-Consultant verabschiedet und sind nun zum Consultant berufen wurden. Auch das war Grund zum Feiern.

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Zum Abschluss nahm sich auch Herr Reuter, unser anderer Geschäftsführer, die Zeit, um mit uns ein ausführliches Gespräch zu führen. Das hat uns nochmal richtig motiviert und darin bestätigt, dass wir bei gicom auch in Zukunft richtig aufgehoben sind.

Alles in allem dreieinhalb super tolle, teilweise anstrengende, aber immer interessante Wochen der Einführung in das Unternehmen gicom.

Autor: Luca

gicom Family-Day 2016

Alles neu macht der Mai – gilt manchmal auch im Juni. Unser diesjähriges Sommerfest haben wir im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht mehr am Vorplatz unserer Liegenschaft Brodhausen, sondern im Gut Eichtal direkt an der Agger gefeiert. Gleich vorweg: eine Spitzenidee!

Family Day 2016

In einer herrlichen, parkartigen Landschaft fand sich ausreichend Platz zum Sitzen, Plaudern, Essen, Trinken und vor allem zum Spielen, Rennen und Toben für die vielen Kinder der Kolleginnen und Kollegen. Auch neu in diesem Jahr war, dass wir unsere Verköstigung selbst in die Hand genommen haben. So konnten wir neben einem sehr vielfältigen Salatbuffet auch den Umstand genießen, dass unser Kollege Sebastian strategisch vorteilhaft in eine renommierte Metzgerei eingeheiratet hat – mit Zugang zu feinsten Fleisch und Wurstwaren! So sind alle mehr als satt geworden, was bei Auswahl und Stückzahl des Grillfleischs auch nicht verwunderlich war.

Grillen

Und die allerbeste Neuerung in diesem Jahr: wir sind vom Regen verschont geblieben! Das herrliche Wetter sorgte in Verbindung mit der Hüpfburg, dem Kletterturm, der Minigolfanlage und zahlreichen Wasserbomben für ausgelassene Mitarbeiterkinder, die Abends komatös ins Bett gefallen sind. Der Traum aller Eltern.

Fazit: Daumen hoch, war eine super Veranstaltung. Vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die zu diesem schönen Tag beigetragen haben! (Gilt natürlich auch unseren Chefs, die den ganzen Spaß bezahlt haben!)

Organisation

Autor: Michael

Auslandssemester in Thailand – Einmal Kulturschock und zurück

Schon jetzt werden sich wahrscheinlich die ersten Leser fragen, warum man als Ziel seines Auslandssemesters Thailand wählt. So einfach wie die Frage, ist auch die Antwort – Lust auf Neues! Sicherlich wäre es auch interessant zu sehen, wie es sich mit einer alltäglichen spanischen Siesta lebt, aber Europa bleibt nun einmal Europa. Also weiter weg: Asien, Bangkok – eine Metropole, 14 Millionen Menschen. Weil es nicht schon verrückt genug ist, flog ich auch noch an Heiligabend los – Bescherung geht eben auch vormittags. Angekommen in Bangkok fing ich an zu verstehen, weshalb es heißt „Bangkok schläft nie“. Die Straßen waren hier bereits bei meiner Ankunft am frühen Abend komplett überfüllt und ich hatte Glück, dass mein Taxifahrer wohl einer der schnellsten und lustigsten der Stadt war.

Straßenverkehr

Straßenverkehr in Bangkok

Genau so voll wie auf den Straßen war es an der Ramkhamhaeng Universität. Mit 430 000 eingeschriebenen Studenten eine der größten Asiens – wenn schon anders, dann eben richtig. Auch das Studium an sich unterschied sich enorm von dem an der heimischen EUFH: Tägliche Tests, Vorträge oder Assignments waren üblich. Auch daran gewöhnte ich mich rasch. Natürlich durfte neben dem Studium auch das Reisen nicht so kurz kommen und so entschloss ich mich beispielsweise dazu, für 48 Baht (umgerechnet 1,20 €) mit dem Zug zur thailändischen Grenze zu fahren, um von dort aus dann weiter nach Kambodscha zu den sagenhaften Tempeln um Ankor Wat zu reisen.

Ankor Wat

Ankor Wat

Neben dem imposanten Ausflug nach Kambodscha hielten auch die thailändischen Inseln das, was sie auf Bildern versprachen. Seht selbst…

Strand von Koh Chang

Strand von Koh Chang

Insgesamt war die Zeit in Thailand einfach nur atemberaubend und hat mich persönlich weiter nach vorne gebracht. Meine Empfehlung: Solltet ihr die Chance haben, dann macht ein Auslandssemester!
Wer mehr über meine Zeit in Thailand erfahren möchte, kann in meinem Blog www.fishermansflash.de an meinen Erlebnissen teilhaben. 🙂

Autor: Dominik Fischer

Mit einem guten Team kann man alles erfolgreich meistern

Ich weiß, über Teamgeist im Berufsleben wurde schon viel geschrieben… Heute möchte ich das Thema Teamgeist aber einmal  von einer völlig neuen/anderen Sichtweise anhand eines gelebten Beispiels beschreiben, denn es zeigt, dass immer noch „viel mehr geht“, wenn man es nur will und von einem super Team unterstützt wird. Dieses Mal betrifft das daraus resultierende Erfolgserlebnis sogar den Chef höchstpersönlich…

Wir hatten bereits vor drei oder vier Jahren begonnen, mit einigen Kollegen unregelmäßig Mountainbikes in den nahe gelegenen Naherholungsgebieten Naafbach und Schlingenbach zu fahren. Diverse Hotelaufenthalte machten es leider immer wieder schwierig, etwas im Training zu bleiben, weil ein Mountainbike nunmal eher selten zum Reisegepäck gehört.

Einige Kollegen empfahlen die Laufschuhe – und das ausgerechnet mir, der mit Laufen nie wirklich etwas am Hut hatte. Schnell kamen die Motivationstipps hinzu, mittels spezieller Apps auch mal Distanzen und Tempo aufzuzeichnen und zu tracken. Also begann ich tatsächlich, mich im Laufen zu üben. Schnell fasste ich den Entschluss, dieses ab sofort bei allen Hotelaufenthalten zu tun, denn die Kollegen forderten mich jeweils beim nächsten Treffen zum Zeitabgleich auf.

Erster Höhepunkt kam, als ein Mitarbeiter eines Kunden (und gleichzeitig der Projektleiter in unserem Einführungsprojekt), während der SAP-Messe in Orlando sein Training mit mir gemeinsam absolvierte. Er befand meinen Trainingsstand als „ausbaufähig“ und forderte mich heraus, meine Trainingsfortschritte bei einem Wettkampf unter Beweis zu stellen: Mein erster Halbmarathon war damit versprochen für April 2016.

Zurück in Deutschland griffen die anderen Kollegen, die in dieser sportlichen Disziplin schon hinreichend Erfahrung hatten, mein Versprechen auf. Der regelmäßige Lauftreff der Firma war geboren!

Der April kam näher… Leider konnte aus terminlichen Gründen der avisierte Halbmarathon in St. Wendel nicht stattfinden, aber die Kollegen sorgten sehr schnell für Ersatz: Der Deutsche Post Marathon in Bonn am 10. April 2016. Das Mitreißen ging sogar soweit, dass ich während meines Urlaubs im Februar zweimal diese Distanz für mich alleine gelaufen bin. Es klappte und der Wettkampf konnte kommen.

Jetzt noch schnell die Meldung – und es gab kein zurück.

Der Halbmarathon-Sonntag versprach gutes und vor allem trockenes Wetter. Keiner weiß, warum wir denn schon wieder um 06:00 Uhr aufstehen mussten, aber was tut man nicht alles für das Gruppenziel… Um 08:30 Uhr war das Aufstellen in den Startblocks, denn es sollte um 08:45 Uhr losgehen. Um 09:15 Uhr setzte sich unsere Gruppe dann letztendlich in Bewegung, die Zeit lief…

Wie liefen jeweils zu zweit, damit wir uns wechselseitig ziehen konnten. Ich wollte für meinen ersten Wettkampf unter 2 Stunden bleiben. Der Kollege, der mit mir startete, ist selbst erfahrener Läufer und lächelt natürlich für sich selbst über diese Zeitvorgabe. Trotzdem wollte er mich durch bringen und schlug eine Zeit von 1:58 Stunden als Zielmarke für den persönlichen Zeitmesser vor.

Wir rollten mit der Startnummer 13411 die Menge von hinten auf. Am ersten Wendepunkt in Bonn-Beuel nach ca. 6 km hatten wir bereits einen kleinen Vorsprung. Wenn wir das Tempo so halten würden, wären wir nochmal 2 Minuten schneller.

Auf den letzten drei Kilometern entpuppte sich mein Kollege als wahrer Motivationstrainer. Er ließ nicht locker und so behielten wir unser Tempo (Pace) bei:

Zieleinlauf…Bonn Markplatz…“genieße es“, sagte er noch und 15 Sekunden später war es geschehen: mit 1:54:26 schafften wir die 21,4km.

Es war ein gutes Gefühl und – yes, we can!

Wieder einmal zeigte sich, was ein Team zu leisten vermag. Auch wenn ich für mich alleine trainieren musste, so war es die Teamleistung, die Motivationslöcher überwand und beim Wettkampf dafür sorgte, dass keiner einbrach oder sogar zurück blieb.

Danke Kollegen – Wiederholung versprochen.

Autor: Hans-Jakob Reuter

Ein Studium zwischen Moderne und Tradition

Unsere Kollegin Lisa hat sich für etwas Spannendes entschieden: Statt im heimischen Rheinland zu studieren, absolviert sie die Theoriephasen ihres Studiums an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim an der Brenz. Von ihren ersten Vorbereitungen und ihrem ersten „Auslandssemester“ berichtet sie in ihrem nachfolgenden Beitrag:

„Was man wissen sollte bevor man nach Heidenheim zieht:

  • Es gibt zwei ‚Heidenheime‘ innerhalb von 80 Kilometern: Bei dem einen handelt es sich um ein Dorf, in dem es buchstäblich nichts gibt, in dem anderen befindet sich eine Hochschule. Daher ist es wichtig ‚Heidenheim an der Brenz‘ ins Navi einzugeben. Der Umweg dauert rund eine Stunde länger – habe ich ausprobiert.
  • Was die Schwaben meinen, wenn sie beim Metzger einen LKW bestellen – denn was ich unter einem LKW verstehe gibt es bei keinem Metzger zu kaufen. Gemeint ist ein Leberkäswecken. Sehr zu empfehlen, wie eigentlich alles was die Schwäbische Küche so hergibt.

Als ich – nach meinem kleinem Umweg – zum ersten Mal in Heidenheim ankam, war ich überrascht wie viel die Stadt zu bieten hat. Da Heidenheim nur unwesentlich größer ist als Overath, hatte ich nicht damit gerechnet, dass es abgesehen von einer großen Fußgängerzone, auch eine Einkaufsgalerie gibt und somit alles vor Ort ist, was man zum Studentenleben benötigt. Trotzdem wirkt Heidenheim im ersten Moment etwas verschlafen und nicht so wie die typische Hochschulstadt.

Die Hochschule kann man nicht übersehen: ein großer moderner Würfel direkt neben der Fußgängerzone. Da ich am Wochenende ankam, konnte ich die Duale Hochschule leider nicht von innen ansehen und nur durch die Fenster einen Blick reinwerfen. Aber was ich sah, gefiel mir äußerst gut. Ein modern ausgestattetes Labor, eine schicke Mensa und große helle Räume mit hohen Decken.

DHBW Heidenheim

DHBW Heidenheim (Quelle: https://de.wikipedia.org/)

Abgesehen von meiner Erkundungstour inklusive Hochschul- und Stadtbesichtigung, war ich nach Heidenheim gekommen, um mir meine Wohngemeinschaft anzusehen. Nur fünf Minuten von der Dualen Hochschule entfernt lag diese und ich hatte Glück, dass ich mich so frühzeitig über Wohnungen informiert hatte. Denn wie ich im Laufe des Semesters festgestellt habe, ist auch der Wohnraum in Heidenheim sehr knapp. Nachdem ich nun die Stadt, Hochschule und Wohnung für gut befunden hatte, war die Entscheidung gefallen: Ich werde in Heidenheim studieren!

Am 30. September startete ich mit meinem vollbeladenen Auto Richtung Süden – nun wurde ich doch langsam nervös, ob Heidenheim eine gute Entscheidung war: Ich kannte dort niemanden, war 550 km von zu Hause entfernt und hatte keine Ahnung was genau auf mich zukommen würde. Die erste Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten: Als ich am Nachmittag im Hotel ankam – in dem ich eine Nacht bleiben musste, da ich meine Wohnung erst am nächsten Tag beziehen konnte –, musste ich erstmal feststellen, dass ich leider meine Kleidung nach ganz unten ins Auto geladen hatte und nicht mehr daran kam. So hatte ich direkt eine erste Freizeitbeschäftigung gefunden: Shoppen in Heidenheim, damit ich den nächsten Tag überstehen würde bis ich meine Klamotten auspacken konnte. Zufällig gab The BossHoss an diesem Abend ein Konzert in Heidenheim, sodass die Stimmung auf dem Rathausplatz in Heidenheim super war.

Nachdem ich eine schlaflose Nacht verbracht hatte, weil ich überlegte ob ich noch etwas Essentielles zu Hause vergessen hatte, kam ich am nächsten Morgen pünktlich in der Hochschule an. Ich sah direkt eine Person, die sich ebenfalls suchend umsah. Zusammen fanden wir den Raum, in welchem wir von unserem Studiengangs-Leiter und der Studentenvertretung begrüßt wurden. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass wir beide Nachbarinnen sind und sie bisher auch niemanden kannte. Der erste Tag verging super schnell – erst die Klärung ein paar wesentlicher organisatorischer Punkte und dann eine Führung durch die Hochschule. Im Anschluss gingen wir in kleineren Gruppen ins Stadtzentrum, um gemeinsam zu essen und uns besser kennenzulernen. Wie sich schnell herausstellte, war nur ein Kommilitone aus unserem Kurs aus Heidenheim – der Rest kannte sich ebenso wie ich nicht aus.

Nachdem die ersten Tage in der Hochschule dem Kennenlernen dienten, ging es in der nächsten Woche dann richtig los: In zwei Monaten standen bereits die ersten Klausuren an. Jeden Tag unter der Woche war von morgens bis nachmittags in Vorlesungen, sodass keine Zeit für Langeweile blieb. Sämtliche Freizeitaktivitäten mit meinen Kommilitonen wurden daher in die Abendstunden verlegt, sodass es morgens nicht immer leicht war aufzustehen – ausruhen konnte ich mich dafür am Wochenende. An den Wochenenden nutzte ich allerdings auch gerne die Zeit, um die umliegenden Städte zu besuchen: Nördlingen mit seinem Meteoritenkrater, Augsburg und Ulm während der Weihnachtsmarktzeit. Auch meine Familie kommt mich gerne besuchen, denn die Städte wirken alle etwas ruhiger als im Rheinland, was daran liegen könnte, dass sie alle deutlich kleiner sind.

Meine anfänglichen Bedenken sind komplett verflogen und mein erstes Semester ist viel zu schnell vergangen. Ich freue mich nun schon auf das nächste Semester in Heidenheim!“

Autorin: Lisa

Erster Einsatz für gicom

Nach dem Einführungsmonat im September folgte für mich meine dreimonatige Praxisphase bei gicom. Es war eine wirklich tolle und lehrreiche Zeit, in der ich viel über die Lösungen von gicom und über die unterschiedlichen Abläufe innerhalb eines Handelsunternehmens gelernt habe.

Was ich in diesen drei Monaten so getan habe? Jedenfalls nicht tatenlos herumgesessen. Es gab immer etwas zu tun.

In meinem ersten Monat war meine Hauptaufgabe das Bearbeiten einer Schulungsdokumentation für unser Verhandlungsmanagement. Auch wenn das jetzt langweilig klingen mag, war es dies auf keinen Fall, da ich unsere Lösung viel besser kennen gelernt habe und so ab und zu sogar einem Kollegen später etwas erklären konnte.

Ein Highlight meiner Praxisphase war die Aufgabe, die ich danach erhalten habe: Die Artikelstruktur für einen Kunden aufzubereiten, sodass diese ins Kundensystem eingespielt werden konnte. Dafür musste ich alle Warengruppen des Kunden in ein zu unserer Lösung passendes Format bringen, d.h. alle Warengruppen abtippen. Bei 10.000 Warengruppen schmerzen einem nach einem Tag dann ganz schön die Finger – denn es gibt Hauptwarengruppen, Unterwarengruppen und die darunter liegenden Artikel. Doch es war sehr lehrreich, wie ein Sortiment in einem Lebensmittelunternehmen aufgebaut ist und woraus es besteht – auch wenn man nach zehnmaligem abtippen von Würstchen in allen Formen und Farben, erst mal keinen Appetit mehr darauf hat.

Es ist auch ein gutes Gefühl, wenn man nicht nur viel Neues lernt, sondern „seine Arbeit“ ins Kundensystem eingespielt, das heißt eingesetzt, wird.

Durch meine letzte Aufgabe lernte ich nicht nur alle Lösungen von gicom besser kennen, sondern auch meine Kollegen. Ich durfte den „Implementation Guide“ aktualisieren und musste meine Kollegen dann mehrfach fragen, was jetzt dieses bestimmte Feld in unserer Software bewirkt und wozu es benutzt wird. Für einige Antworten musste ich auch teilweise zu unserem Entwicklungsstandort fahren, wodurch etwas Abwechslung in den Arbeitsalltag kam.

Meine Kollegen sind immer sehr nett und hilfsbereit. Neben dem gemeinsamen Mittagspausen und dem freitäglichen „Dönern“, wurde auch nach der Arbeit viel zusammen unternommen, z.B. Lasertag, gemeinsames Training für den Firmenlauf im Sommer oder Eishockey-Besuche bei den Kölner Haien.

Wenn ich jetzt so auf meine Praxisphase zurückblicke, war es eine tolle Zeit und ich freue mich schon auf die nächste Praxisphase. Doch jetzt steht erst mal die Theoriephase an der DHBW in Heidenheim an.

Autorin: Magdalena

NRF Big Show 2016 – gicom als Aussteller im Big Apple

Vom 17. bis zum 19. Januar 2016 hieß es erneut „gicom goes to NRF Big Show“. Hinter der NRF Big Show 2016 verbirgt sich die weltweit größte Softwaremesse im Bereich Retail. gicom stellte in diesem Jahr wieder an einem eigenen Stand aus. Neben mir machten sich unsere beiden Geschäftsführer Stefan Hilger und Hans-Jakob Reuter auf den Weg in die Stadt, die niemals schläft. Der Hauptfokus der Reise lag dabei für alle Beteiligten natürlich auf der Messe und nicht auf touristischen Aktivitäten! Wir wollten auf der Messe neben unserer SAPUI5 Lösung des gicom Verhandlungsmanagements insbesondere unsere neue Simulation und Hochrechnung präsentieren. Dabei lag meine Aufgabe für die drei Messetage in der Live-Demonstration dieser Produkte.

In New York City angekommen, wartete nach einem entspannten Flug bereits die erste Überraschung: eine „kleine“ Schlange an der „Immigration“. Durch meine vorherigen Amerika Reisen war mir bekannt, dass die Immigration einem einige Nerven rauben kann und ein wenig Zeit beansprucht. ABER mir war nicht bewusst, dass es besonders viel Wartezeit verlangt, wenn die vorherigen Flieger aus den Arabischen Emiraten und dem asiatischen Raum kommen. Dies verhalf mir zu einem 3,5 stündigen Aufenthalt in der Warteschlange zur Immigration. Im Hotel angekommen, war die Freude auf das Lichterparadies am Times-Square allerdings so groß, dass lediglich der Koffer (teilweise) ausgepackt und sich entschlossen wurde, das Hotel direkt wieder zu verlassen. Nach einem kleinen Stopp in einem akribisch auserwählten Lokal begann das Staunen über die riesigen Leinwände und die darauf gezeigten Werbungen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war mir klar: Dieser Ort zieht mich magisch an!

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Die erste Nacht gut überstanden, begann der zweite Tag in der großen Stadt recht früh: 08:00 Uhr – Treffen am Messestand. Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen und der Stand final präpariert – so konnten wir die kommenden Messetage souverän meistern.

Die drei Messetage beinhalteten, neben vielen interessanten Gesprächen und meinen Aufgaben am Stand, auch die Möglichkeit ein wenig über das riesige Messegelände zu laufen und sich über Neuerungen im Handel zu informieren. Zudem konnten wir sehr interessanten Keynotes von Lori Mitchell-Keller (SAP Head of Global Retail Industry Business Unit) und Kenneth Chenault (American Express CEO) lauschen.

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Nach der erfolgreichen Messe warteten noch drei weitere Tage im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ auf mich. Neben den obligatorischen touristischen Anlaufstellen, wie der Freiheitsstatue, der Brooklyn Bridge, Ground Zero und dem Times Square folgten kulinarische Highlights wie ein Besuch im asiatisch angehauchten Restaurant TAO (42 East 58th St – ein Besuch ist absolut empfehlenswert!) und ein Besuch in einem phänomenalen Steakhouse – dem Del Frisco’s (1221 Ave of the Americas – auch dieses Restaurant ist definitiv einen Besuch wert). Natürlich durfte auch das Einkaufen/Shoppen nicht zu kurz kommen, dafür existieren in New York auf und neben der 5th Avenue reichliche Möglichkeiten die Kreditkarte zum Glühen zu bringen. 😉

Während der Shopping-Tour konnte ich auch einen kleinen Storecheck durchführen, denn neben den bekannten Geschäften wie dem Apple Store, Levis, Century 21, usw. beherbergt New York City spannende Lebensmittelhändler wie Eataly, Trader Joe’s und Whole Foods. Der Händler Eataly verfolgt das Konzept die italienische Dolce Vita nach Amerika zu verlagern. Trader Joe’s ist ein Supermarkt der ausschließlich Bio-Produkte verkauft, welche hauptsächlich als Eigenmarke vertrieben werden. Whole Foods kann als eine Kombination der beiden zuvor genannten Lebensmittelhändler charakterisiert werden: Es wird auf Qualität und ethische Faktoren geachtet und als Kundenmagnet gibt es Live-Küchen in denen gesunde und frische Produkte verarbeitet werden. Diese drei Händler sind mir während meiner Reise besonders positiv aufgefallen und haben mir gezeigt, dass der amerikanische Lebensmittelhandel mit Blick auf den Erlebniseinkauf dem deutschen Lebensmittelhandel einige Schritte voraus ist.

Nach dieser ereignisreichen Woche wurde es auch am Flughafen nicht weniger spannend: Der Rückflug geriet aufgrund eines anstehenden Blizzards (70 cm Schnee in 2 Tagen) in Gefahr. Bereits vor meinem Abflug begann die Lufthansa alle für die nächsten beiden Tage geplanten Flüge von Deutschland nach New York und zurück abzusagen. Mit 3 Stunden Verspätung und unter starkem Schneefall hob der Flieger aber dann doch ab und brachte mich unversehrt in die Heimat.

Abschließend möchte ich mich bei gicom bedanken, die mir im Rahmen meiner Auszeichnung für besondere Leistung diese unvergessliche Reise ermöglicht hat!

Autor: Oliver

Programmieren ist nicht nur Programmieren

Auch als Dualer Student entwickelt man schon früh an den Produkten der gicom mit, und das nicht nur an den internen Projekten. Doch geht es bei der Softwareentwicklung nicht immer „nur“ um‘s Programmieren. Es müssen zunächst Anforderungen gestellt werden. Dann wird geplant und das Geplante wird dokumentiert (die Lieblingsaufgabe eines Entwicklers 😉 ). Erst dann kann mit dem Programmieren angefangen werden. Um dieses Verfahren im Team zu vereinfachen, gibt es die agile Softwareentwicklung. Im Studium hatten wir im Fach „Requirements and Software Engineering“ bereits über agile Softwareentwicklung gesprochen, deshalb wusste ich schon theoretisch was mich erwarten wird. Nur die Ausführung war mir bisher noch nicht bekannt.

In der gicom setzen wir seit diesem Sommer Scrum als agile Softwaretechnik ein. Scrum unterstützt uns bei der Entwicklung für das aktuelle Release. Im Gegensatz zur herkömmlichen Entwicklung (z.B. nach dem Wasserfallmodell) wird bei Scrum viel Wert auf Planung, Dokumentation und Absprachen in kurzen, regelmäßigen Zyklen gelegt.

Als ich in diesem Sommer mit meiner langen Praxisphase (die über 6 Monate geht) begonnen habe, wusste ich noch nicht genau was mich erwartet. Als ich dann gehört habe, dass ich an der Weiterentwicklung beteiligt bin, habe ich mich natürlich gefreut. Für die Weiterentwicklung wurden mehrere Teams gebildet, die jeweils für verschiedene Themenbereiche zuständig waren. So auch das Team, dessen Aufgabe ist, einen speziellen Prozess im Verhandlungsmanagement zu erweitern. Für das Modul „Verhandlungsmanagement“ habe ich bereits in meiner ersten Praxisphase etwas entwickelt, kannte mich also schon recht gut in dem Thema aus.

Zuerst waren viele Workshops mit dem Produktmanager nötig, in denen uns erklärt wurde, was unsere Aufgaben sein werden. Der Produktmanager ist für das Produkt insgesamt verantwortlich. Somit sorgt er dafür, dass die Teams unabhängig voneinander arbeiten, aber trotzdem füreinander und auch miteinander entwickeln. Es gab insgesamt drei Workshops, für die viel recherchiert werden musste. So war meine Aufgabe etwas über Prozesse und Funktionen im SAP-System herauszufinden. Nachdem wir die Recherchen vorgestellt haben war klar, dass wir für unsere Aufgabe leider nicht auf die SAP-Standardlösungen zurückgreifen können, sondern eine gänzlich neue Lösung entwickeln müssen. Nach den Workshops mussten wir alles Erarbeitete schriftlich festhalten. Das war dann der Beginn der Konzeptphase. Die Konzeptphase erstreckte sich über mehrere Wochen. Darin wurde geplant, geschrieben, Geplantes verändert und wieder neu geschrieben. Dies ging solange, bis das Konzept stand und vom Produktmanager genehmigt wurde. Jetzt durfte endlich entwickelt werden. Es gab viele Meetings, in denen wir erarbeitet haben, an welchem Punkt im Prozess wir gerade stehen. In der Entwicklungsphase habe ich dann zusammen mit einem anderen Teammitglied standardisierte Prozesse erstellt, die mit wenig Aufwand jeweils so verändert werden können, dass sie exakt den gewohnten Arbeitsabläufen unserer Kunden entsprechen. Sobald wir mit der Entwicklung fertig sind, geht es dann noch an das Testen und Dokumentieren der Anwendung.

Durch die agile Softwareentwicklung wird viel mehr miteinander kommuniziert. Das merkt man an den vielen regelmäßigen Meetings. In meiner ersten Praxisphase war mein Kalender noch so gut wie leer, etwa einmal pro Woche gab es vielleicht mal einen Termin. Doch in dieser Praxisphase gab es Zeiträume, in denen bis zu 5 Meetings in einer Woche stattgefunden haben. Diese gehen zwar meistens nicht länger als eine halbe Stunde, doch dadurch wird erreicht, dass jedes Teammitglied den gleichen Stand hat, auch wenn er für die Entwicklung in einem anderen Themenbereich zuständig war.

Das Projekt geht noch bis kurz vor Weihnachten. Bis dahin wird noch weiter entwickelt und natürlich auch fleißig getestet. Wenn es dann fertig ist, ist man stolz, was man im Team alles erreicht hat.

Autor: Tobias

Einmal auf die Insel und zurück…

Vorwort

Als Dualer Student bei der gicom hatte ich im vierten Quartal letzten Jahres die Möglichkeit mein fünftes Theoriesemester im Ausland zu verbringen und so viele einzigartige Erfahrungen zu  sammeln. Nach der Abstimmung mit gicom fiel mein Ziel für das Wintersemester auf die University of the West of Scotland (UWS), in − wie der Name schon vermuten lässt − Schottland. 🙂

Anreise

Nach einigen Monaten der Vorbereitung ging es Mitte September dann ab auf die Insel, genauer nach Paisley in der Nähe von Glasgow.

Paisley

Durch den Begrüßungsservice der UWS am Flughafen war es ein Leichtes den Weg zur Universität und zu den Unterkünften zu finden. Der Campus Paisley ist etwa 10 Minuten Autofahrt vom Glasgow International Airport entfernt und bietet eine sehr studentenfreundliche Infrastruktur. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht über das riesige Gelände und die diversen Gebäude und Bereiche der Uni.

Der Alltag

Gelebt habe ich in einem Wohnheim der UWS, zusammen mit anderen Auslandsstudenten aus China. Auch wenn wir prinzipiell englisch gesprochen haben war die Kommunikation…naja…sagen wir „schwierig“. Die Wohnheime der Universität lagen direkt am Hauptgebäude der UWS. Zu Fuß war ich in etwa 5-10 Minuten auf der Haupteinkaufsstraße von Paisley und mit der Bahn in etwa 10 Minuten am Hauptbahnhof von Glasgow. Glasgow war gleichzeitig der Start- und Treffpunkt für viele Touren und Ausflüge in ganz Schottland. Ich selber hatte bezüglich Glasgow immer ein eher negatives Bild einer Arbeiter- und Industriestadt, in der wenig Wert auf Sauberkeit gelegt wird. Was folgte war eine positive Überraschung mit Wow-Effekt. Glasgow wirkte nicht nur sehr modern und touristenfreundlich, vielmehr besitzt die Stadt ein einzigartiges Flair, welches absolut erlebenswert ist. Sollte es euch auch einmal in diese Ecke Schottlands verschlagen, empfehle ich eine Verkostung der verschiedenen Whisky-Sorten der Region. Schottland ist nicht ohne Grund bekannt für sein stärkstes Exportgut. Wer hier kein Whisky-Fan wird, der wird es wahrscheinlich nie.

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In der UWS habe ich sowohl zusammen mit einheimischen Studenten als auch anderen Auslandsstudenten (meistens ERASMUS-Studenten) studiert. Während die Kommunikation auf Englisch mit anderen ausländischen Studenten meistens recht unkompliziert verlief, musste ich mich an den schottischen Akzent doch einige Zeit gewöhnen. Dies ist in etwa vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Hochdeutsch und Bayrisch. Gerade in der alltäglichen Kommunikation musste ich oft nachfragen, da der Kontrast zum Hochschul-Englisch doch sehr groß ist. Nach einigen Wochen stellte dies allerdings kein Problem mehr dar, auch wenn ich mir oft aus dem Kontext erschließen musste, was mein Gegenüber genau von mir wollte.

Der Universitätsalltag

Im Vergleich zur Hochschule an der ich in Deutschland studiere, zeigten sich im Universitätsalltag an der UWS deutliche Unterschiede: Zum einen durfte ich meine Modulen (Vorlesungen) ganz individuell nach meinen eigenen Wünschen zu Beginn des Semesters wählen, zudem unterschied sich die Organisation, welche bei einigen tausend Studenten selbstverständlich anders aussieht, als bei einigen hundert. Um ein Beispiel zu nennen: Wenn ich an der UWS einen Termin bei meinem ERASMUS-Koordinator brauchte, wurde ich angewiesen mir einen Twitter-Account zu erstellen und regelmäßig die Anwesenheit des Koordinators zu prüfen. Dieser postete meist früh morgens ob, wann und wo er für Termine verfügbar sein wird. Klingt verrückt, hat aber erstaunlicherweise ziemlich gut funktioniert. Ein weiterer Aspekt an den ich mich gewöhnen musste war die Prüfungsleistung, die ich für die jeweiligen Module erbringen musste. Während in Deutschland meist eine fest definierte Klausurphase je Semester existiert, fanden an der UWS nahezu alle „Exams“ bereits vor der eigentlichen Klausurphase statt. Entsprechend hatte ich als Student dort fast jede Woche eine oder mehrere kleinere Prüfungen (Tests oder Vorträge), welche dann kumuliert am Ende des Semesters eine Endnote ergeben haben. Das mag stressig klingen, animierte mich aber regelmäßig in allen Vorlesungen aufzupassen und nicht auf eine thematische Eingrenzung des Dozenten kurz vor der Klausurphase zu warten. Welches System am Ende besser ist… ich denke, das muss jeder selbst entscheiden. Mir persönlich hat die Abwechslung zum sonstigen Klausur-Prozedere sehr gut gefallen. Gerade durch viele Präsentations- und Gruppenarbeiten kam ich leicht mit anderen Studenten in Kontakt. Durch die sehr internationale Besetzung der UWS konnte ich viele Leute aus anderen Ländern und Kulturen kennen lernen, was einen der größten Unterschiede zum Alltag in Deutschland darstellte.

Paisley

Die Stadt Paisley ist mit ca. 74.000 Einwohnern zwar keine Metropole, jedoch durchaus als Studentenstadt bekannt. Mit 100 Metern Fußweg habe ich nahezu alles gefunden, was ich im Alltag so brauchte, darunter ein Einkaufszentrum, Lebensmittelhändler, ein Fitnessstudio oder auch die nächste Bahnstation mit Anschluss nach Glasgow.Paisley3

Weiter entfernte Ziele waren leicht mit dem Bus erreichbar (an dieser Stelle sei angemerkt, dass das Busnetz dort tendenziell besser ausgeprägt ist als in Deutschland). Viele gleich konzipierte Gebäude und Wohnhäuser, breite Straßen und Gassen, sowie überdurchschnittlich viele Frisöre und Imbisse an jeder Ecke charakterisieren Paisley meiner Meinung nach als „typisch britische“ Kleinstadt, wodurch ich viele kulturelle Eindrücke gewinnen durfte.

Fazit

Insgesamt kann ich im Rahmen meines Auslandssemesters nur ein positives Resümee ziehen. Ich bin ohne große Erwartungen nach Schottland geflogen und wurde entsprechend positiv überrascht. Die Menschen, die Landschaft sowie die Mentalität zeichnen meiner Meinung nach dieses Land aus. Ich bin froh, dass ich mein Theoriesemester dort verbringen konnte und würde jederzeit wieder hinfliegen.

Autor: Marcel