Herausforderungen statt Langeweile

Von den Erfahrungen eines Absolventen

Als ich vor drei Jahren hier anfing, wusste ich noch nicht so recht wie mir geschah. So viel Neues, Unbekanntes und Interessantes. Viele neue Gesichter und eine Stadt, in der ich mich überhaupt nicht auskannte. Obwohl ich eine recht weite Anreise hatte, stand für mich eins am Morgen immer im Vordergrund: Die Arbeit soll Spaß machen!

Der Grund warum ich damals zur gicom ging, war die Größe des Unternehmens mit wenigen Dutzend Mitarbeitern – und seine Philosophie. Schon nach den ersten Wochen war ich mit einigen Kollegen per Du, was mir die Arbeit bis heute immer erleichtert hat. Hier ist wirklich jeder, bis hin zur Chefetage, ohne Hierarchiestufen ansprechbar. Es sei denn, er ist gerade beim Kunden.

Ein weiterer Punkt war für mich auch das Aufgabengebiet. Nach kurzer Zeit wurden mir Aufgaben übertragen, die ich selbständig bearbeiten konnte. Wenn ich Fragen hatte, war immer jemand bereit, mir zu helfen, und ich kam mir selten alleingelassen vor. Die gicom verfolgt im Wesentlichen nicht die alten „Ich mach vor und du machst nach“-Methoden. Durch viel Selbststudium und Engagement kommt man hier viel schneller und besser ans Ziel. Und wenn man mal Hilfe braucht, dann holt man sie sich einfach von einem Kollegen.

Das folgende Goethe-Zitat beschreibt das sehr gut: „Überhaupt lernt niemand etwas durch bloßes Anhören, und wer sich in gewissen Dingen nicht selbst tätig bemüht, weiß die Sache nur oberflächlich.“

Wenn man Goethes Ratschlag annimmt, dann lernt man am besten, indem man es sich selbst beibringt. Und so kam es, dass ich mich in die Dinge, die mich interessierten, selbst hineinfuchste. Das Studium brachte mir hierbei das nötige Hintergrundwissen, das mit meiner Ausbildung wie zwei Zahnräder ineinander griff.

Es dauerte nicht lange, bis ich mich in einer anderen Abteilung wiederfand. Mit bekannten Kollegen in neuer Arbeitsumgebung. Meine Aufgabenfelder änderten sich von Zeit zu Zeit. Heute bin ich Hauptansprechpartner, wenn es um unser Bugtracking System geht. Die Arbeit spornt mich an und ich habe immer mehr Lust, neue Dinge und Aufgabengebiete kennenzulernen.

Schon als ich von der Schule ging, stand für mich fest, eine Ausbildung zum Informatikkaufmann zu beginnen. Dabei wollte ich möglichst schnell möglichst weit kommen. Nach der höheren Handelsschule hatte ich somit meine Richtung gefunden (Handel, Wirtschaft). Ich wollte auf jeden Fall mein Hobby (Computer) mit meinem Beruf verbinden. Die Fachhochschulreife gab mir die Möglichkeit dazu. So kam es, dass ich Wirtschaftsinformatik wählte und bei der EUFH in Brühl begann zu studieren. Durch die kleinen Gruppen (wir begannen mit ca. 15 Leuten) konnte der Unterricht immer geordnet stattfinden. Keine überfüllten Hörsäle, ansprechbare Dozenten und jede Menge netter Kommilitonen (auch aus anderen Fachbereichen), die eine ähnliche Richtung wie ich gewählt haben. Der stetige Wechsel zwischen Theorie- und Praxisphasen (alle drei Monate) sorgte dafür, dass das Studium und die Ausbildung nie langweilig wurden. Wie ich später feststelle, kamen noch ein paar andere Kollegen bei der gicom von dieser Fachhochschule, was mir den ein oder anderen Tipp für mein Studium brachte.

Vor kurzem bin ich erst aus dem Ausland wiedergekommen. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und ich bin froh, durch mein Studium und meine Firma, die Möglichkeit bekommen zu haben, ein Auslandssemester in San Diego, Kalifornien, verbracht zu haben. Diese Erfahrungen sind für mich mehr als Gold wert.

Von all diesen Dingen wusste ich anfangs noch nicht so viel. Ich konnte mir zwar ungefähr ausmalen, wie es mal sein würde. Aber dass ich so viel Spaß daran haben würde, war mir anfangs nicht klar. Folglich bin ich froh, meine Ausbildung in Kombination mit meinem Studium absolviert zu haben und in Zukunft weiter für gicom als Junior Berater arbeiten zu können. Demnächst erwarten mich unterschiedliche Kundenprojekte. Ich kann es kaum erwarten, das Gelernte nun vor Ort anzuwenden. Die Arbeit hier wurde bisher nie langweilig.

Vor allen Dingen hat mir das duale Studium den Weg für die Zukunft geebnet, sodass ich mich in meinem weiteren Berufsleben auf interessante Aufgabengebiete, gute Aufstiegsmöglichkeiten und einen hohen Verantwortungsgrad freuen kann. Der hohe Praxisanteil gibt mir erste Berufserfahrungen und lässt mich anderen Studenten in dem Bereich eine Nasenspitze voraus sein.

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Autor: Stephan Herrmann