Warum kommt nach 5.5 eigentlich 6.0?

Am 16. November war es wieder einmal soweit und nach ungefähr vier Monaten harter Arbeit haben wir die Version 6.0 der GKM Suite für unsere Kunden freigeben können. Warum das neue Release nicht die Versionsnummer 5.6 im Namen führt? Weil die aktuelle Version der GKM Suite viel im Gepäck hat. Zu viel für ein „Minor Release“. Und das hat man auch in den letzten Tagen vor der Auslieferung gespürt.

12. November

Noch vier Tage bis zur Release-Auslieferung. Jeder spürt die Anspannung, die in der Luft liegt. Obwohl das Release zwei Wochen verschoben wurde, haben viele aus dem GKM Suite Team die letzten Wochenenden nutzen müssen, um den Umfang des Release fristgerecht bis zum Beginn der Integrationstestphase bewältigen zu können. Dazu gehörten neben Weiterentwicklungen im Rahmen unserer Produktstrategie auch vielfach Kundenanforderungen, die umgesetzt wurden. Seit dem 29. Oktober sind wir nun bereits dabei sicherzustellen, dass sowohl neue Funktionalitäten als auch funktionale Weiterentwicklungen prozessübergreifend keine unerwünschten Effekte hervorbringen. Auch am vergangenen Wochenende wurde wieder gearbeitet und das unbestimmte aber doch eher unsichere Gefühl, wo wir stehen weicht nach und nach dem Eindruck, dass wir es schaffen werden Termin und Qualitätsanspruch zu halten.

13. November

Noch drei Tage. Streng genommen reichlich Zeit. Da der Aufwand alle Entwicklungen zusammenzuführen und sie unseren Kunden in Form eines Transportauftrags zur Verfügung zu stellen nicht unerheblich ist, müssen am Donnerstagnachmittag alle Entwicklungen abgeschlossen sein. Der Druck unter dem alle stehen ist spürbar. Die Menge der offenen Tickets, die aus den umfangreichen Tests der I-Testphase stammen und über die im täglichen Status-Meeting gesprochen wird, nimmt langsam ab.

14. November

Immer intensiver beschäftigt sich jeder mit den letzten verbliebenen offenen Tickets. Es ist ein Kraftakt. Doch die Erfahrung zeigt, dass es gerade die letzten 10 Prozent sind, die am meisten Kraft kosten! Parallel dazu haben bereits die Vorbereitungen für die Auslieferung begonnen. Ein kurzer Blick auf die Entwicklungsaufträge, die wir am Donnerstag zusammenpacken wollen, zeigt wie ganzheitlich der Umfang des Release ist (Umsatzschnittstelle – Umsatzsteuer ID – Konditionsleiste – Bezugsbasis – Bewertung – Performance – Manuelle Abrechnung – Vertragsnummer – Verhandlungsmanagement – Konditionspflege – Fixbeträge – Verteilung – Bezugsbasis – Massendaten – Tabellenarchivierung) und wir fühlen uns in der Wahl der Versionsnummer bestätigt.

15. November

Donnerstag, 8:00 Uhr. Noch acht Stunden! Neben den letzten Themen die noch abgeschlossen werden müssen steht auch – zum wiederholten Mal – ein Abschied an. Denn um unsere Kunden schon vorab mit den neuen Funktionen vertraut zu machen und auch speziell aus den verschiedenen Kundenperspektiven vor Release Auslieferung ein Feedback zu erhalten, haben wir auch für dieses Release wieder direkt Kunden zu uns eingeladen und in die abschließenden Tests eingebunden, die uns mit dem Ende des Integrationstest wieder verlassen. Um 16:00 Uhr heißt es dann „Rien ne va plus“ und während der Rest des Teams nach und nach in den verdienten Feierabend geht, steht für meinen Kollegen Florian Ebert und mich noch das Packen der Kundentransporte auf dem Plan. Und das zieht sich! Gegen Mitternacht haben wir es dann endlich geschafft und alle Transporte sind fehlerfrei in unser Qualitätssicherungssystem eingelaufen.

16. November

Auslieferung! Nach unserer Nachtschicht sind wir gut aufgestellt, um unseren Kunden die Transporte zukommen zu lassen. Also nichts wie ran. Ein kurzer Blick auf unsere Auslieferungsmatrix (Wer bekommt was) und los geht’s. Doch leider müssen wir feststellen, dass das Release mit ca. 11 MB zu groß ist um es via Mail an unsere Kunden zu verteilen. Damit hatten wir nicht gerechnet! Die erste Idee unseren Postausgangsdienst entsprechend anzupassen wäre zwar die schnellste Lösung gewesen, allerdings würden wir das Problem dann wahrscheinlich nur in die Hände unserer Kunden legen, weil die Mail zu groß für deren Posteingang wäre. Kurzfristig gibt es jetzt nur noch eine Möglichkeit, wir müssen das Release via FTP bereitstellen. Nach einer kurzen und unbürokratischen Abstimmung mit unseren Kunden sollte das dann auch die Lösung sein. Trotz guter Vorbereitung ist es schon wieder Nachmittag. Während der erste Kunde das neue Release noch am Freitag erfolgreich eingespielt hat, gehen wir mit der Anspannung ins Wochenende, ob das bei den anderen Kunden auch so reibungslos läuft.

Autor: Sebastian Nowak

Videofilm über den Ausbildungsberuf IT-Kaufmann/Fachinformatiker mit der IHK-Köln

Ich wurde ausgewählt, ein Video über das Berufsbild des Informatikkaufmannes/Fachinformatikers für die IHK zu drehen. Dadurch soll man sich einen Eindruck über den Ausbildungsberuf machen können.

Für mich war es sehr spannend, meine Arbeit zu zeigen und durch das Video auch noch einmal  auf meine bisherige Ausbildung zurück zu blicken. Ich hoffe, dass sich angehende Auszubildende mit dem Beruf des Informatikkaufmannes/Fachinformatikers besser vertraut machen können.

Autor: Nikolas Heitkamp

Das TMS (Team Management System) als Methode der Teamentwicklung. Wir sind qualifiziert!

Bist du blau? Oder grün? Rot? Ich hätte aber gedacht, dass du gelb bist! Merkwürdige Gespräche finden auf den Fluren der gicom-Zentrale in Overath statt.

Springen wir einige Tage in die Vergangenheit: Es ist Donnerstag und eine Gruppe gicom Kollegen versammelt sich in entspannter Atmosphäre an einem ruhigen Ort im Bergischen Land. Inhalt des Seminars: Das Team Management System (TMS). Im Vorfeld war von jedem Teilnehmer ein kleiner Fragebogen auszufüllen. Das „Geheimnis“ des Fragebogens wurde rasch gelüftet. Jeder Teilnehmer erhielt im Laufe des Seminars die Auswertung des von ihm ausgefüllten Bogens – sein persönliches Team Management Profil.

Das Team Management Rad – Quelle: www.tms-zentrum.de

TMS verfolgt das Ziel, die Effizienz und Effektivität von Teams zu verbessern und vermittelt dabei auch Ansätze, die eigene Arbeitsleistung zu verbessern. Grundlage dafür ist eine Kombination aus individuellen Arbeitspräferenzen und empirisch ermittelten Erfolgsfaktoren exzellenter Teams. Die eigenen Präferenzen werden hierzu im Fragebogen ermittelt. Treffe ich Entscheidungen eher analytisch oder aus dem Bauch? Lege ich Wert auf strukturierte Vorgehensweise oder gehe ich flexibel an Themen heran? Beschaffe und nutze ich Informationen auf kreativem Weg oder praktisch? Bin ich eher eine offene, extrovertierte Persönlichkeit oder halte ich mich lieber zurück? Indem die individuellen Arbeitspräferenzen mit den Arbeitsfunktionen erfolgreicher Teams verknüpft werden (z.B. promoten, organisieren, stabilisieren), wird für jeden Teilnehmer die präferierte Rolle in einem Team abgeleitet. Insgesamt werden 8 Rollen unterschieden und zur Darstellung mit unterschiedlichen Farben versehen: Zum Beispiel der „rote“ zielstrebige Organisator, der „blaue“ kontrollierende Überwacher oder der „orange“ auswählende Entwickler.

In vielen Übungen wird im Seminar sowohl das Gespür für die selbst präferierte Rolle als auch für die Präferenzen der Kollegen geschärft. Ein kreativer Innovator löst Probleme schließlich anders als ein kontrollierender Überwacher. Dies hat wichtige Implikationen für den Umgang miteinander. Die Arbeitspräferenz bestimmt zum Beispiel auch, wie mit uns effizient kommuniziert werden kann. Welcher zielstrebige Organisator sagte nicht garantiert schon einmal zu einem Teammitglied, welches im ausschweifende Erklärungen lieferte: „Vorwärts! Jetzt komm‘ doch endlich zum Punkt!“

Was leiten wir – außer einer Schärfung des Selbstbildes und der besseren Einschätzung von Kollegen und Geschäftspartnern – aus TMS ab? Es ist der Ansatz, dass in Teams die 8 Rollen, die ein Team erfolgreich machen, durch die Teammitglieder optimal abgedeckt werden. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein optimales Team aus 8 Personen besteht. Vielmehr sollten die 8 Rollen durch die Haupt- und Nebenpräferenzen der Mitglieder abgedeckt sein. Um den Ansatz zu leben, finden im Hause gicom regelmäßig TMS-Qualifizierungen statt. Dies hilft uns in der hausinternen Organisation und Kommunikation. Dies hilft uns aber auch ganz besonders für die Zusammenarbeit in den Projektteams bei unseren Kunden. Wer möchte nicht einen effizienten, effektiven und erfolgreichen Projektverlauf?

Autor: Dirk Schubert