Meine Teilnahme am Deutschen Handelskongress 2013

Ich bin jetzt seit knapp drei Monaten ein Teil von gicom. Viele verschiedene, interessante Situationen haben sich bisher ergeben. Doch jetzt hatte ich die besondere Gelegenheit Herrn Hilger und Herrn Schmitz zum Deutschen Handelskongress in Berlin zu begleiten. Natürlich nahm ich das Angebot wahr und besprach daraufhin mit Herrn Schmitz die letzten Details der Anreise und was mich in Berlin erwarten würde.

Wir machten uns am Dienstag, 19. November 2013, gegen 11 Uhr auf den Weg in Richtung Berlin. Schnell war das Auto mit unseren Koffern und der Ausrüstung für unseren Messestand gepackt und es konnte losgehen. Nach einer angenehmen Fahrt erreichten wir Berlin ohne Zwischenfälle und konnten sofort mit dem Aufbau unseres Standes beginnen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, weshalb wir uns auf den nächsten Tag freuten. Mit Herrn Hilger, der inzwischen auch eingetroffen war, klärten wir die letzten Details über den ersten Kongresstag.

Nach einer ruhigen Nacht fanden wir uns um kurz nach acht an unserem Stand ein und feilten an den letzten Details. Mit Herrn Schmitz konnte ich die einführenden Worte und Vorträge genießen. Die Vorträge handelten z. B. von der Situation des deutschen Handels und welche Auswirkungen sowie Vorteile, aber auch Nachteile E-Commerce und der stationäre Handel aufeinander haben.

Auch die ersten Gesprächspartner wurden schnell gefunden, sodass ich schnell die Anspannung verlor und wir uns mit möglichen Kunden, aber auch anderen Unternehmen austauschen konnten. Der Höhepunkt des Tages war der Galaabend, auf dem auch der deutsche Handelspreis verliehen wurde. Dieser Preis wird normalerweise für besondere Leistungen an drei Unternehmen verliehen. Da jedoch dieses Jahr nur zwei Unternehmen die Jury überzeugt hatten, wurden auch nur zwei Preise vergeben. Die Preise gingen dieses Jahr an das Musikhaus Thomann für beeindruckende Management Leistungen und an das Modeunternehmen Walbusch für das soziale und kulturelle Engagement des Unternehmens. Außerdem wurde das „Gesicht des Handels“ in Person von Penelope Wasylyk gekürt. Während der Gala saßen wir mit einigen Ansprechpartnern unserer Kunden und Partner an einem Tisch und genossen das interessante Programm. Der Abend klang mit der Retailers´ Night aus, wo wir noch einmal Gelegenheit hatten spannende Gespräche zu führen.

Der letzte Tag brach nun an. Ich bezog wieder Position an unserem Stand und Herr Hilger besuchte mit Herrn Schmitz weitere Vorträge des Kongresses. Unter anderem hielt die Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel, eine Rede. Obwohl ich nicht im Plenum anwesend war, konnte ich einen kurzen Blick auf die Bundeskanzlerin erhaschen. Nachdem nun die Vorträge dem Ende entgegen gingen und der Vortragssaal sich leerte, folgten noch einige Gespräche mit Interessenten, denen wir gerne noch einiges über unsere Produkte erklärten. Nach Ende der Veranstaltung begannen wir mit dem Abbau des Standes. Wir verstauten alle Utensilien wieder im Auto und traten den Heimweg an. Nach sechs Stunden Fahrt erreichten wir wieder Overath, wo für uns die gemeinsame Fahrt endete.

Damit endet auch mein Bericht vom Deutschen Handelskongress 2013. Es waren drei tolle Tage in Berlin und ich möchte mich bedanken, dass ich diese Gelegenheit nutzen konnte, so viele Vorträge zu besuchen, die ich als sehr informativ empfunden habe. Zum ersten Mal war ich auf einer Messe als Aussteller aktiv. Dieser Rollentausch war etwas ganz neues für mich. Außerdem ist es spannend eine ganz andere Seite der gicom und des Handels kennen zu lernen.

Autor: Marvin Holzem

Erfahrungsbericht eines IT-Praktikanten

„Praktikant (Englisch: Trainee) = Meist nicht entgeltete Arbeitskraft die von einem Zeitraum von zwei Wochen bis zu einem Jahr in einem Betrieb den Arbeitsablauf beobachten und eventuell darin integriert werden soll.“

Oft werden Praktikanten mit den Tätigkeiten „Kaffee holen“ und eventuell auch noch „Kaffee halten“ und oder „nichts tun“ bzw. „dumm rumsitzen“ assoziiert.

Dies war bei meinem Praktikum bei gicom nicht der Fall!

Schon Wochen bevor das Praktikum begann, wurden Maßnahmen durch die Geschäftsführung, Herrn Hans-Jakob Reuter,  in die Wege geleitet, welche das Schreckens-Szenario des passiven, nur herum sitzenden Praktikanten in jeden Fall und unter allen Umständen verhindern sollte.

Die Geschäftsführung lud mich und den anderen Praktikanten, Fabian Friederichs, zu einem Gespräch ein, in dem die allgemeine Situation sowie die Einsatzmöglichkeiten für uns abgeklärt wurden. Dies war eine weise Entscheidung, da mein Praktikum für einen Zeitraum von vier Wochen angelegt war und es nun galt, diese mit angemessenem und vor allem sinnvollen Inhalt zu füllen.

Kurz vor Beginn des Praktikums war die Entscheidung gefallen. Wir, die Praktikanten, sollten die avantgardistische[1] Aufgabe übernehmen eine, nein, die erste gicom Android App[2] zu programmieren. Mit dieser App sollte es dem Benutzer möglich sein, ohne eine Zeile SQL Code, die komplette Hardware[3] der gicom zu inventarisieren.

So gingen wir[4] am 5.8.2013 um 9:45 Uhr aus dem Büro des Geschäftsführers, wo wir in einem kurzen Briefing[5] unsere letzten Instruktionen sowie unseren Praktikumsbetreuer, Fabian Trager, zugeteilt bekamen. Dieser führte uns kurz durch die Firma, stellte uns alle Mitarbeiter vor und zeigte uns neben unseren Arbeitsplätzen und der Kaffeemaschine[6] das komplette Gebäude. Nach dieser Einweisung ging es schon ans Werk und daraus zwangsläufig resultierend an die Planung der App und der Datenbank.

Das Programmieren der App war eine Herausforderung, da ich in App-Programmierung nicht viel Erfahrung habe. Dies war daher mit viel Recherche verbunden, was aber auch gut war, da ich mir Wissen in Android-Programmierung aneignen konnte. Auch konnte ich mir den Alltag in einer Entwicklungsabteilung einer Softwareschmiede anschauen und wurde mit den alltäglichen Problemen eines Entwicklers konfrontiert, die neben einer leeren Kaffeetasse aus Bugs und/oder dem Erkennen eines Denkfehlers in der Logik viele andere Unannehmlichkeiten beinhalten.

Nach Tagen des Programmierens und dem unaufhörlichen Geplänkel der Neustrukturierung, des Umdenkens, der Neukonzeption und Verwerfung des Ganzen, des Testens, des Umschreibens des Codes, der Aktualisierung von Tabellen und der Absprachen mit unserem Praktikumsbetreuer sowie einem Gespräch mit der Geschäftsführung zu unserem Datenbankentwurf, stand bald auch noch ein Standortwechsel bevor.

Es ging vom gicom Hauptsitz in Overath nach Brodhausen 1, nahe Immekeppel, nahe Overath, welches sich circa 22,80 Kilometer[7] östlich der Rhein-, und der ehemaligen Hansestadt Köln befindet.

Dort bekamen wir[8] eine neue Aufgabe, welche darin bestand, die Büros aller Mitarbeiter arbeitstauglich zu machen. Das heißt das Verlegen von Netzwerkkabeln, das Patchen im Serverraum[9], Aufbauen der Bildschirme und das Testen aller Internet-Verbindungen.

Dies war eine interessante Abwechslung vom manchmal doch leicht ermüdenden Entwickler-Praktikanten Alltag. Nachdem wir alle Arbeitsplätze hergerichtet hatten, fand auch schon kurz darauf die Einweihung der Räumlichkeiten statt. Natürlich mit allen Mitarbeitern und einem Teil der Kunden bei einer kleinen Veranstaltung mit einem vom Cateringservice gut zubereiteten Essen.

So fingen auch die letzten arbeitsreichen Praktikumstage so an wie gerade beschrieben: Arbeitsreich.Dies ist auch teilweise damit zu begründen, dass wir etwas abliefern wollten womit man später auch wirklich arbeiten kann bzw. jemand nur noch ein paar Handgriffe ansetzten muss, um die App in Betrieb zu nehmen.

Und gicom wäre ja nicht gicom, hätte man diesen Fall nicht schon behandelt. Die Aufgabe, die App fertigzustellen, fällt an zwei neue Mitarbeiter, die gleich am Montag nach Ende unseres Praktikums im Betrieb anfangen.

Zusammenfassend war das Praktikum für mich ein interessanter Einblick in den Alltag eines Softwareunternehmens, der zu gleichen Teilen aus Planung, Umsetzung, das Aufkommen von Problemen, dem Lösen derselben und manchmal aus Verwerfung eines Konzeptes besteht, was auch den Reiz des Ganzen für mich ausmachte.

[1]     Weil gicom so gut wie alles auf Apple macht.

[2]     Der Umfang dieser Aufgabe war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht mal annähernd klar.

[3]     Alle Laptops , PCs, Ein-, und Ausgabegeräte und definitiv keine Tische und Stühle, was oft genannt wurde um uns (Fußnote 5) klarzumachen, was nicht inventarisiert werden sollte.

[4]     Der andere Praktikant, welcher seinen Bericht auch irgendwo auf diesem Blog haben sollte, und ich.

[5]     Doppelt hält besser.

[6]     Ich vermisse Sie.

[7]     Luftlinie. Die Entfernung mit dem Auto beträgt circa 30 km.

[8]     Fußnote 4.

[9]     Welcher erstaunlich gut klimatisiert und durch eine Stahltür gesichert ist, so dass er als kleiner Bunker oder wenigstens als Panikraum durchgehen könnte, wäre er nicht so gut klimatisiert.

Autor: Julian Herbst

Mein Praktikum bei gicom

Mein Praktikum, warum?

Die Antwort ist einfach: Ich gehe momentan auf das Berufskolleg Bergisch-Gladbach. In drei Jahren mache ich dort mein Fachabitur und eine schulische Ausbildung zum informationstechnischen Assistenten. Der Praktische Teil dieser Ausbildung beinhaltet ein 8-Wochen-Praktikum. Vier Wochen hatte ich bereits bei einer Firma in Köln absolviert, die anderen vier Wochen machte ich nun bei der gicom. Die Suche nach einem Praktikumsplatz war letzten Endes schwerer als gedacht. Immer wieder kamen Absagen, die meisten Firmen haben sofort abgelehnt: „Wir nehmen keine Praktikanten“. Bei der Firma gicom hatte ich Glück. Nach einem Infoabend und einer schriftlichen Bewerbung ging es immer weiter Richtung Zusage. Als ich dann die Bestätigung im Briefkasten hatte, habe ich mich natürlich sehr gefreut.

Der erste Tag

Nach einem Gespräch mit dem Chef stand die Aufgabenstellung fest: „Entwerft eine Datenbank, die alle nötigen Informationen zu einer Inventarisierung der Hardware aufnehmen kann, sowie eine Android-Applikation, die zum Verwalten dieser Informationen dienen soll.“

Dann mal los…

Am dritten Tag stand der erste Datenbankentwurf. Dann fingen wir (mein Praktikumskollege Julian Herbst und ich) an zu recherchieren. In der Schule hatten wir zwar mit dem Thema Android-App-Entwicklung angefangen, aber über eine kleine, triviale Taschenrechner-App sind wir nicht hinausgekommen. Jetzt hieß es: „Was für Bedienelemente gibt es?“, „Wie gestalte ich die Oberfläche?“ und die wichtigste Frage: „Wie verbinde ich eine Android-App mit einer Datenbank?

Am letzten Tag der ersten Woche wurde der Datenbankentwurf mit dem Geschäftsführer, Herrn Reuter, besprochen, der daraufhin relativ zufrieden war.

Damit fingen wir an eine Test-App zu basteln, und jeden Tag der darauffolgenden Woche googelten wir uns neue Erkenntnisse dazu und das Knöpfchenkonstrukt nahm so langsam eine Form an, die man als App-Oberfläche hätte bezeichnen können. Zum Ende der zweiten Woche stand dann eine annehmbare, erste Dummy-Oberfläche.

Connections…

…. sind so ziemlich das Wichtigste beim Arbeiten mit Datenbanken. Also fragte ich mich zu Beginn der dritten Praktikumswoche: „Wie mache ich das jetzt?“ Nach einigen Stunden Suchmaschinenquälen hatte ich eine potenzielle Antwort: JDBC Treiber. Den Tag darauf habe ich damit verbracht, herauszufinden das JDBC Treiber, welche normalerweise eine Schnittstelle zwischen Java-Datenbank darstellen, unter Android schlecht bis gar nicht laufen. Die einzige andere Möglichkeit war ein Webservice der als Brücke zwischen App und Datenbankserver arbeitet.

Der Webservice 

Also fing ich an, einen Webservice aufzusetzen. Da ich in der Schule schon einmal mit ASPX.NET gearbeitet habe, entschied ich mich dafür. Innerhalb der letzten drei Tage der dritten Praktikumswoche programmierte ich dann den Webservice. Als ich schließlich die SQL-Befehle aus den HTTP-POST Anfragen entgegennehmen und ausführen bzw. mir die Ergebnisse aus selbigen von der Datenbank holen konnte, stand ich vor einem neuen Problem: Wie verpacke ich die Daten, um sie auf der anderen Seite wieder verwenden zu können? Einen Tag recherchierte ich dann über verschiedene Datenformate, in der engeren Auswahl standen schließlich JSON und XML. Ich entschied mich für XML, da der Zusammenbau eines XML Strings in meinen Augen einfacher war. Am Ende der Woche war der Webservice fertig gestellt.

Ich konnte jetzt Ergebnisse aus SELECT-Abfragen zurücksenden und Informations- und Fehlermeldungen, in entsprechende XML-Tags verpackt, an das aufrufende Gerät liefern.

Die andere Seite…

… war dann die App selbst. In der vierten Woche beschäftigte ich mich damit per Android passende HTTP-Anfragen zu versenden und die Antworten wieder so auseinanderzunehmen, dass ich sie verwenden konnte. Dazu baute ich einige Hilfsklassen, die den ganzen Prozess schön abkapseln sollten. Nach einigen Updates und Bugfixes funktionierten die dann auch einwandfrei. Zum Testen und zur späteren Dokumentation bastelte ich noch eine kleine Demo-App, um zu zeigen, wie man meine Klassen implementiert.

Verheiratung 

Der letzte Schritt bestand daraus, die Dummy-Oberfläche mit Hilfe meiner Hilfsklassen mit Logik zu bestücken, damit das Ganze dann auch mal funktioniert. In diesem Punkt sind wir aufgrund Zeitmangels leider nicht mehr fertig geworden, aber der Grundstein ist gelegt. Mittlerweile kann man z. B. mit der App nach Geräten in der Datenbank suchen sowie Geräte zur Datenbank hinzufügen. Auch kann man jetzt Sehen welche Geräte ein User besitzt und sich detaillierte Informationen zu Usern und Geräten anzeigen lassen.

Fazit

Dafür, dass wir fast von Null angefangen haben, haben wir doch schon einiges geschafft. Im Praktikum habe ich viel gelernt und dieses Wissen kann ich sicherlich später noch einmal gebrauchen. Die Kollegen waren freundlich und das Praktikum hat im Großen und Ganzen viel Spaß gemacht. Ein bisschen mehr Hilfe wäre sicherlich auch gut gewesen, aber es war nicht schlecht sich auch komplexere Themen mal selbst erarbeiten zu müssen.

Langweilig war es in keinem Fall.

Schönes Praktikum!

Autor: Fabian Friederichs