New York calling! – gicom in der „ausverkauften Arena“

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Die Stadt die niemals schläft, weckt Eindrücke, die nie vergehen.

Tag 1 vor der NRF – Anreise

Am 11. Januar 2014 war es soweit: Mit einem straffen Zeitplan im Gepäck ging das Abenteuer „gicom goes to NRF Big Show 2014“ los. Selbst eine kleine Bombendrohung am Frankfurter Bahnhof konnte uns nicht stoppen. An Bord der Crew waren unsere beiden Geschäftsführer Hans-Jakob Reuter und Stefan Hilger, sowie unser Vice President of Sales für Nordamerika, Paul Gamber.

Nach zwei Stunden Wartezeit an der Immigration war dann auch der amerikanische Disziplinartest mit Bravour bestanden und die innere Mitte gefunden. Abends wurde sich nur noch mit einem kleinen Snack auf die Nacht vorbereitet – natürlich im amerikanischen Stil: Ein gut verdaulicher Burger mit ein paar frittierten Kartoffelstreifen, nach Wahl serviert mit Tomatensoße.

Tag 2 vor der NRF Big Show – Abtauchen …

… in die große Welt des Tourismus – in New York eine ganze Galaxie. Sonntags begann dann die erste Sightseeing Tour. Mit der Subway ging es Richtung Süden, wo wir unter anderem das 9/11 Memorial und die Wall Street besucht haben. Zudem hatte ich dann den ersten Kontakt mit US-Handel, nämlich bei der ersten Shopping-Tour im Century 21. Abends wurde bei feinstem Fleisch und leckersten Beilagen diniert. Ab hier kam ich aus dem Staunen schon nicht mehr raus und es warteten noch vier weitere Tage auf mich….

NRF Big Show 2014

Für die nächsten beiden Tage hieß es dann raus aus den Touristen-Klamotten, rein in den Anzug und sich auf das Wesentliche der Reise zu fokussieren: Die NRF Big Show 2014!

Stand NRFDie National Retail Federation (kurz: NRF) stellt die weltweit größte Softwaremesse im Bereich Retail. Von automatischer Analyse der Aufenthaltsdauer eines Kunden in bestimmten Abschnitten eines Ladens durch neuste Kameratechnologie, über automatisierte Scanvorgänge an der Kasse und neuste Technologie von Zahlungssystemen bis hin zu Kosmetikautomaten im Stile eines Getränkeautomaten, war alles was das Herz des Handels höher schlagen lässt vertreten. Meine Aufgabe war es, an unserem Messestand unsere mobile Softwarelösung „Contract2Go“ für das optimale Verhandlungsmanagement des Händlers mit seinen Lieferanten vorzustellen. Es waren zwei unglaubliche Messetage für mich, in denen ich eine enorme Offenheit der Amerikaner gegenüber unserer mobilen Lösung erleben durfte und ein Messegelände mit solch enormen Ausmaßen gesehen habe, wie nie zuvor. Untermalt wird dies durch die mehr als 31.000 registrierten Besucher – also knapp zweimal die ausverkaufte Lanxess Arena in Köln.

Nach getaner Arbeit blieb am ersten Abend genug Zeit zum Sightseeing. Mein absolutes Highlight stellte sich schnell heraus: Der Times-Square bei Nacht. Es wirkt auf einen wie ein mit bunten Flutlichtern beleuchtetes Stadion. Einfach unbeschreiblich für jemanden, der so etwas nie zuvor gesehen hat.

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Am zweiten Abend genossen wir wieder einmal bei feinstem Steak auf der 5th Avenue einen unfassbaren Ausblick auf das Rockefeller-Center. Eindrücke, die Zeit zur Verarbeitung benötigen. Kurz: Einfach einmalig!

Tag 1 nach der Big Show – Nacharbeit und Shoppingzeit

Nachdem der offizielle Teil der Messe vorüber war und ein paar Nacharbeiten zur Messe erledigt wurden, blieb abends genügend Zeit, um sich auf der wahrscheinlich bekanntesten Shopping Meile in New York, der 5th Avenue, in die Raffinessen des Handels einzutauchen und sich verführen zu lassen.

Mit Erfolg: Meiner Meinung nach beeindruckende Beispiele dafür sind der bekannte  Glasquader am Apple Store, der ein enormes Aufsehen erregt und als absoluter Kundenmagnet fungiert, obwohl es wahrlich nicht der einzige Laden in New York ist, der Apple Produkte vertreibt und B&H, ein Fotofachhandel mit einem sehr ausgereiftem Konzept – man könnte auch sagen: Handel in Perfektion. Nachdem sich der Kunde für einen Artikel entschieden hat, bringt er diesen zu einer Art Annahmestelle in der Abteilung. Von dort aus wird die Ware über ein Beförderungsband unter den Decken (für den Kunden sichtbar!) zur eigenen Warenausgabe gebracht. In dieser Zwischenzeit kann in Ruhe an der Kasse bezahlt werden. Nach der Zahlung sind die gekauften Waren fertig verpackt an der Warenausgabe abholbereit. Der Wesentliche Vorteil dieses Konzeptes ist, dass die Warteschlangen auf drei Stellen verteilt werden, sodass der Kunde durch die jeweils kürzeren Wartezeiten nicht in seiner positiven Kaufstimmung beeinträchtigt wird. Ich habe es live erlebt und war beeindruckt.

An dieser Stelle möchte ich zudem noch das Konzept von Hollister erwähnen, was sich mittlerweile auch in Deutschland durchgesetzt hat. Das Konzept zielt im Wesentlichen auf drei Stimuli ab: Durch eine sehr urige Inneneinrichtung, unterstützt durch Palmen und Screens, die Wellen zeigen, wird dem Kunden durch optische Reize ein Urlaubsgefühl am Strand vermittelt, welches verstärkt Kaufanreize auslösen soll. Dabei darf sie den Kunden nicht vom Kauf abhalten, sondern dient nur der Atmosphäre im Laden. Durch abgedunkelte Räume und gezielten Lichteinsatz auf die Waren, wird der Kunde direkt auf die Waren gelenkt. Der Einsatz von Duftstoffen im Store kann beim Kunden Emotionen anregen oder ihm dazu verhelfen, Stress abzubauen, da er ein Wohlgefühl empfindet. Als dritter wesentlicher Stimulus sind Geräusche in Form von Musik zu nennen, die ebenfalls auf die Beeinflussung von Gefühlen abzielen, um das Kaufverhalten anzureizen. Diese drei Beispiele haben mich während meiner Reise am meisten beeindruckt  – und wenn man den Kundenandrang betrachtet, scheinbar nicht nur mich.

Der letzte Tag – Abschied aus einer anderen Welt

Am letzten Tag nahmen wir den Weg durch den Central Park auf uns. Mit der U-Bahn ging es zum nördlichsten Punkt. Von da an hieß es natürliche Abwechslung von der vorherrschenden urbanen Hektik. Nach circa zwei Stunden Fußweg am Hotel angekommen, machte sich dann auch leider schnell Abschiedsstimmung breit. Das Gepäck im Hotel abgeholt und auf ging es mit dem Bus zum Flughafen. In der Lufthansa Lounge konnten wir uns ein letztes Mal auf amerikanischem Boden für den bevorstehenden Rückflug stärken.

New York war ein sehr spezielles Erlebnis, was sich meiner Ansicht nach nur schwer in Worte verpacken lässt. Selbst Bilder können die dort gesammelten Eindrücke bei Weitem nicht darstellen. New York ist eine Stadt, die man erleben muss. Ein großer Dank geht daher an die gicom, die es mir ermöglicht hat, im Rahmen meiner Auszeichnung für besondere Leistung dieses Erlebnis zu machen.

 Autor: Jan Kosegarten