Eine etwas andere Vertriebsreise

Auf einer Länge von ca. 880 km von Süd nach Nord und ca. 640 km von Ost nach West erstreckt sich das Heimatland der gicom – Deutschland. Insgesamt zählen damit rund 360.000 km² zu meinem Vertriebsgebiet. In diesem begebe ich mich tagtäglich auf die Suche nach interessanten Partnern, die unsere Lösungen und Leistungen rund um das Thema Verhandlungs- und Konditionsmanagement in Anspruch nehmen wollen. Selbstverständlich bleiben dabei lange Fahrten nicht aus. Manchmal mit dem Zug, öfters mit dem Auto. Zum Glück sitzen wir in Overath auf der deutschen Landkarte sehr zentral, wodurch sich die Fahrten in den Süden, Osten oder in den äußersten Norden noch in Grenzen halten.

Über den Wolken muss die Freiheit hingegen wohl grenzenlos sein. So zumindest betitelt es ein deutsches Kult-Lied. Dass sich dies einmal mit meinem Beruf verbinden lassen würde, hätte ich jedoch nicht unbedingt auf Anhieb erwartet…

Über den Wolken

Über den Wolken

Eigentlich hatte ich mit der Geschäftsführung vereinbart, dass wir uns am nächsten Morgen gemeinsam mit dem Auto auf den Weg zum Kunden machen. Umso mehr hat es mich überrascht, als diese Geschäftsführung am Vorabend noch einmal einen kurzen Blick auf die – nun ja, sagen wir mal – sehr detaillierte Wetterkarte blickte. Für eine Autofahrt in den Süden war dies sicherlich nicht zwingend erforderlich. Abschließend kam die freudige Botschaft auch bei mir an: Treffpunkt 09:00 Uhr, Flughafen Bonn-Hangelar.

Viel Aufregung verspüre ich vor Kundenterminen nicht. Die Routine tut wohl ihr Übriges dazu. An diesem besagten Morgen war dies jedoch anders. Mit voller Vorfreude bin ich vor dem Klingeln des Weckers aufgewacht, Einschlafen wollte ich auch nicht noch einmal – geschweige denn überhaupt die „Snooze“-Taste betätigen. Und so habe ich mich auf den Weg zur bisher wohl schönsten Vertriebsreise gemacht.

In Hangelar angekommen, haben wir bei etwas Nebel die 4-Personen-Maschine vorbereitet, den Tank aufgefüllt und die letzten Vorbereitungen getroffen. Alles nach Vorschrift! Und nachdem wir dann per Headset den Kontakt zum Tower aufgenommen hatten, kamen pünktlich zum Start dann auch die ersten Sonnenstrahlen durch die Nebeldecke.  Ein traumhafter Anblick, den wohl sicher nur die Aussicht von oben toppen konnte.

Die Aussicht von oben

Die Aussicht von oben

Das schönste daran war jedoch, dass es nicht nur deutlich schneller war als mit dem Auto oder dem Zug, sondern dass sämtlicher Berufsverkehr auf Deutschlands Straßen für uns überhaupt keine Rolle spielte. Nun hoffe ich insgeheim auf eine Wiederholung dieser Reise und darauf, dass nicht jeder bald auf diese Idee kommt. Sonst steige ich wohl doch wieder auf das Auto um…

Autor: Sebastian