Einmal auf die Insel und zurück…

Vorwort

Als Dualer Student bei der gicom hatte ich im vierten Quartal letzten Jahres die Möglichkeit mein fünftes Theoriesemester im Ausland zu verbringen und so viele einzigartige Erfahrungen zu  sammeln. Nach der Abstimmung mit gicom fiel mein Ziel für das Wintersemester auf die University of the West of Scotland (UWS), in − wie der Name schon vermuten lässt − Schottland. 🙂

Anreise

Nach einigen Monaten der Vorbereitung ging es Mitte September dann ab auf die Insel, genauer nach Paisley in der Nähe von Glasgow.

Paisley

Durch den Begrüßungsservice der UWS am Flughafen war es ein Leichtes den Weg zur Universität und zu den Unterkünften zu finden. Der Campus Paisley ist etwa 10 Minuten Autofahrt vom Glasgow International Airport entfernt und bietet eine sehr studentenfreundliche Infrastruktur. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht über das riesige Gelände und die diversen Gebäude und Bereiche der Uni.

Der Alltag

Gelebt habe ich in einem Wohnheim der UWS, zusammen mit anderen Auslandsstudenten aus China. Auch wenn wir prinzipiell englisch gesprochen haben war die Kommunikation…naja…sagen wir „schwierig“. Die Wohnheime der Universität lagen direkt am Hauptgebäude der UWS. Zu Fuß war ich in etwa 5-10 Minuten auf der Haupteinkaufsstraße von Paisley und mit der Bahn in etwa 10 Minuten am Hauptbahnhof von Glasgow. Glasgow war gleichzeitig der Start- und Treffpunkt für viele Touren und Ausflüge in ganz Schottland. Ich selber hatte bezüglich Glasgow immer ein eher negatives Bild einer Arbeiter- und Industriestadt, in der wenig Wert auf Sauberkeit gelegt wird. Was folgte war eine positive Überraschung mit Wow-Effekt. Glasgow wirkte nicht nur sehr modern und touristenfreundlich, vielmehr besitzt die Stadt ein einzigartiges Flair, welches absolut erlebenswert ist. Sollte es euch auch einmal in diese Ecke Schottlands verschlagen, empfehle ich eine Verkostung der verschiedenen Whisky-Sorten der Region. Schottland ist nicht ohne Grund bekannt für sein stärkstes Exportgut. Wer hier kein Whisky-Fan wird, der wird es wahrscheinlich nie.

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In der UWS habe ich sowohl zusammen mit einheimischen Studenten als auch anderen Auslandsstudenten (meistens ERASMUS-Studenten) studiert. Während die Kommunikation auf Englisch mit anderen ausländischen Studenten meistens recht unkompliziert verlief, musste ich mich an den schottischen Akzent doch einige Zeit gewöhnen. Dies ist in etwa vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Hochdeutsch und Bayrisch. Gerade in der alltäglichen Kommunikation musste ich oft nachfragen, da der Kontrast zum Hochschul-Englisch doch sehr groß ist. Nach einigen Wochen stellte dies allerdings kein Problem mehr dar, auch wenn ich mir oft aus dem Kontext erschließen musste, was mein Gegenüber genau von mir wollte.

Der Universitätsalltag

Im Vergleich zur Hochschule an der ich in Deutschland studiere, zeigten sich im Universitätsalltag an der UWS deutliche Unterschiede: Zum einen durfte ich meine Modulen (Vorlesungen) ganz individuell nach meinen eigenen Wünschen zu Beginn des Semesters wählen, zudem unterschied sich die Organisation, welche bei einigen tausend Studenten selbstverständlich anders aussieht, als bei einigen hundert. Um ein Beispiel zu nennen: Wenn ich an der UWS einen Termin bei meinem ERASMUS-Koordinator brauchte, wurde ich angewiesen mir einen Twitter-Account zu erstellen und regelmäßig die Anwesenheit des Koordinators zu prüfen. Dieser postete meist früh morgens ob, wann und wo er für Termine verfügbar sein wird. Klingt verrückt, hat aber erstaunlicherweise ziemlich gut funktioniert. Ein weiterer Aspekt an den ich mich gewöhnen musste war die Prüfungsleistung, die ich für die jeweiligen Module erbringen musste. Während in Deutschland meist eine fest definierte Klausurphase je Semester existiert, fanden an der UWS nahezu alle „Exams“ bereits vor der eigentlichen Klausurphase statt. Entsprechend hatte ich als Student dort fast jede Woche eine oder mehrere kleinere Prüfungen (Tests oder Vorträge), welche dann kumuliert am Ende des Semesters eine Endnote ergeben haben. Das mag stressig klingen, animierte mich aber regelmäßig in allen Vorlesungen aufzupassen und nicht auf eine thematische Eingrenzung des Dozenten kurz vor der Klausurphase zu warten. Welches System am Ende besser ist… ich denke, das muss jeder selbst entscheiden. Mir persönlich hat die Abwechslung zum sonstigen Klausur-Prozedere sehr gut gefallen. Gerade durch viele Präsentations- und Gruppenarbeiten kam ich leicht mit anderen Studenten in Kontakt. Durch die sehr internationale Besetzung der UWS konnte ich viele Leute aus anderen Ländern und Kulturen kennen lernen, was einen der größten Unterschiede zum Alltag in Deutschland darstellte.

Paisley

Die Stadt Paisley ist mit ca. 74.000 Einwohnern zwar keine Metropole, jedoch durchaus als Studentenstadt bekannt. Mit 100 Metern Fußweg habe ich nahezu alles gefunden, was ich im Alltag so brauchte, darunter ein Einkaufszentrum, Lebensmittelhändler, ein Fitnessstudio oder auch die nächste Bahnstation mit Anschluss nach Glasgow.Paisley3

Weiter entfernte Ziele waren leicht mit dem Bus erreichbar (an dieser Stelle sei angemerkt, dass das Busnetz dort tendenziell besser ausgeprägt ist als in Deutschland). Viele gleich konzipierte Gebäude und Wohnhäuser, breite Straßen und Gassen, sowie überdurchschnittlich viele Frisöre und Imbisse an jeder Ecke charakterisieren Paisley meiner Meinung nach als „typisch britische“ Kleinstadt, wodurch ich viele kulturelle Eindrücke gewinnen durfte.

Fazit

Insgesamt kann ich im Rahmen meines Auslandssemesters nur ein positives Resümee ziehen. Ich bin ohne große Erwartungen nach Schottland geflogen und wurde entsprechend positiv überrascht. Die Menschen, die Landschaft sowie die Mentalität zeichnen meiner Meinung nach dieses Land aus. Ich bin froh, dass ich mein Theoriesemester dort verbringen konnte und würde jederzeit wieder hinfliegen.

Autor: Marcel

Startschuss

Am 1. September 2015 war es endlich soweit: Mein erster Arbeitstag bei gicom startete.
Sehr aufgeregt traf ich auf die drei anderen Dualen Studenten, oder wie wir hier liebevoll genannt werden: „Azubis“, und bemerkte, dass ich nicht die Einzige war, die die Nacht über kein Auge zu getan hatte.

Nachdem sich unser Ausbilder Herr Witzel und unser Schulungsbetreuer Herr Wittkampf vorgestellt hatten, wurden wir von ihnen nach unseren Erwartungen an und Ängsten vor diesem Schulungsmonat gefragt. Viele Ängste hatten wir nicht und diese wenigen wurden uns direkt genommen. gicom legt großen Wert darauf, dass wir uns von Beginn an wohlfühlen.

Im Anschluss starteten wir mit dem organisatorischen Teil und wir erhielten unsere Laptops sowie Email-Konten. Zudem lernten wir unser Zeiterfassungssystem kennen, welches im eigenen Haus entwickelt wurde. Bei der Mittagspause trafen wir auch auf einige unserer neuen Kollegen und wurden direkt für das wöchentlich „Dönern“ am Freitag eingeladen. Am Ende des ersten Tages war ich jedenfalls sehr gespannt, was wir in den restlichen vier Wochen lernen sollten und freute mich darauf am nächsten Tag wieder kommen zu dürfen.

Ich wurde auch nicht enttäuscht! Innerhalb dieser vier Wochen lernten wir vieles über die Lösungen von gicom, sowie das Umfeld kennen. Zwar rauchte am Ende einer Präsentation manchmal der Kopf sehr stark, doch aufgrund der gelungen Abwechslung durch die Kooperationsaufgaben von Herrn Wittkampf, bei denen wir z.B. das Treppenhaus mit verbundenen Augen unsicher machten, konnten wir zwischendurch etwas entspannen. Und viel wichtiger: Es gab einiges zu lachen!

Highlights dieser vier Wochen waren für mich auf jeden Fall die Präsentation über Innovation von unserem Geschäftsführer Herrn Reuter sowie der Sales Pitch (eine Vertriebspräsentation, bei der wir die Rolle der Kunden einnahmen) von unserem anderen Geschäftsführer, Herrn Hilger. Beide Präsentationen waren sehr interessant und sehr mitreißend, so dass ich gar nicht bemerkte wie die Zeit verging.

Staffelstabübergabe vom Ältesten an die Jüngste

Staffelstabübergabe vom Ältesten an die Jüngste

Doch das „Grand Finale“ war dann die Staffelstabübergabe, die es dieses Jahr zum ersten Mal gab. Dabei übergaben die Dualen Studenten, die dieses Jahr mit ihrem Studium fertig geworden sind, uns „Neuen“ einen echten Staffelstab aus Holz. Auf diesem werden die Initialen der jeweiligen Absolventen eingraviert und er wird von nun an jedes Jahr als Symbol für den Status Azubi an die neuen „Frischlinge“ weitergereicht. Diese stehen dann wie wir vor der Frage: Wo bewahren wir dieses wertvolle Stück ein Jahr sicher auf?!

gicom Staffelstab

gicom Staffelstab

Unsere Lösung: Wir wechseln uns ab. Derjenige, der gerade seine Praxisphase absolviert, erhält die Fürsorgepflicht für den Staffelstab. Diese nehmen wir sehr ernst, da auch wir am Ende dieser drei Jahre auf diesem Stab verewigt sein möchten.

Außerdem erhielten wir „Azubis“ jeder eine Urkunde, dass wir erfolgreich am Schulungsmonat teilgenommen haben − meine hängt jetzt zu Hause über meinem Schreibtisch.

Urkundenübergabe

Urkundenübergabe

Damit auch die „Azubis“, die nun ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben, für ihre Arbeit belohnt wurden, erhielten sie ein kleines Präsent: eine persönliche Visitenkartenschachtel mit eingraviertem Namen. Jetzt sind sie wirklich vollkommen ausgestattet für den Start ins Berufsleben!

Die Absolventen

Die Absolventen

Meine drei Mit-Azubis und ich freuen uns, dass wir nun offiziell zum Team gehören und auf drei spannende Ausbildungsjahre bei gicom.

Autor: Magdalena