gicom international. Oder: einmal New York mit allem, bitte!

In diesem Blog-Eintrag möchte ich Euch von meinen Erfahrungen von der ersten Messe, die ich für gicom besucht habe, berichten. Die National Retail Federation (NRF), der Einzelhandelsverband für die gesamte USA und dadurch wenig überraschend der Größte der Welt, lädt jährlich zur – ebenfalls wenig überraschend – größten Handelsmesse der Welt nach New York ein.

Die Welt des Handels ist ein weites Feld, da gibt es allerhand zu entdecken. Von Software, die Mitarbeiter im Einkauf, Finanzwesen, Controlling oder in der Logistik unterstützt, bis hin zu Kassensystemen, die keinen Kassierer mehr brauchen.

Unser Hotel liegt nicht weit vom Messegelände an der 33sten Straße mitten in NY-City – die perfekte Gelegenheit, mit meiner Kollegin Janina nach Ankunft die Stadt zu erkunden.

  • 5th Avenue: check.
  • Broadway: check.
  • Timesquare: check.
  • Echtes amerikanisches Diner: check.

Um circa 21 Uhr Ostküsten-Zeit sind die körperlichen Reserven aufgebraucht und ich erkläre den heutigen Tag für beendet.

Am Vortag der Messe ist die Standabnahme. Als Solution Extension Partner von SAP sind wir im sogenannten „Partner Village“ rund um deren Stand untergebracht. Nach einem kurzen Check (Funktionieren die zwei TVs? Sind unsere Logos richtig angebracht? Kommen wir ins WLAN?) eröffnet SAP den gesamten Bereich und stellt die neuesten Entwicklungen vor. Das Spektrum reicht vom Einsatz künstlicher Intelligenz in verschiedensten Anwendungen wie Marketinglösungen, die Resonanzen in sozialen Netzwerken berücksichtigen, bis zu digitalen Umkleidekabinen, bei denen die Kunden sich auf dem Bildschirm mit Makeup, neuen Jeans und Lippenstift betrachten können, ohne einen Artikel wirklich in der Hand zu halten! Neben den anderen Partnern dürfen auch wir unser Unternehmen und unsere Lösung kurz vorstellen. Genauso positiv wie der Start verlaufen dann auch die Messetage.

Ab 9 Uhr am folgenden Tag öffnet die NRF Ihre Tore. Der Andrang ist, gelinde gesagt, atemberaubend. Es werden innerhalb von drei Tagen 38.000 Besucher erwartet und habe ich das Gefühl, dass 37.999 Leute an unserem Stand stehen bleiben.

Während unser Geschäftsführer und Vertriebsleiter den Vormittag in Einzelgesprächen und Panels verbringt, sind Janina und ich dafür zuständig, die Laufkundschaft am Stand zu bedienen – und es kommt viel Laufkundschaft! Bereits zum Mittag haben wir einige interessante Kontakte geknüpft, unsere Software gezeigt, stolz die Funktionen angepriesen und überzeugend unseren Standardprozess für das Verhandlungsmanagement verargumentiert – die Interessenten kommen aus Nord- und Südamerika, Australien, Neu Seeland, Japan, Indien und Europa. Auch SAP kommt mit Kunden an unseren Stand, denen wir einen tieferen Einblick in unsere Software gewähren.

An allen drei Tagen sind Janina und ich teilweise mit zwei unterschiedlichen Interessenten gleichzeitig beschäftigt, sodass wir oft noch in Kundengesprächen vertieft sind, wenn die Messe um 17 Uhr ihre Pforten schließt und wir von gelöschten Lichtern und sich schließenden Rolltoren unsanft hinauskomplimentiert werden.

Abends ist nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel Zeit für Wrap-Ups des jeweiligen Tages bei Stake, Burgern, Bier oder Limo. Wir versuchen in der kurzen Zeit so viel New York wie möglich zu erleben und das gilt natürlich auch für das Essen. 😊

Am letzten Tag haben wir noch Gelegenheit die Messe zu erkunden. Janina und ich wechseln uns am Stand ab, da der Publikumsverkehr etwas nachgelassen hat. Bei meinem Gang über die Messe sehe ich viel Interessantes. Es gibt eine Menge Aussteller, die sich mit dem PoS (Point of Sale) beschäftigen. Es gibt Kassensysteme ohne Scanner, nur zum Durchlaufen, Drohnen, die den Laden abfliegen und Warenbestände kontrollieren, digitale Preisschilder, die in Echtzeit kalkulierte Preise direkt im Laden anzeigen können. Es gibt eine Software, die aus Kameraaufnahmen der Ladenkunden Bewegungs- und sogar Blickprofile erstellt und so Daten zur Verbesserung der Warenpräsentation bereitstellt.
Viele Produkte können direkt am Stand getestet werden, was ich auch fleißig tue.

Dann ist es auch plötzlich vorbei. Wir packen zusammen, verabschieden uns von einigen SAP-Kollegen, die wir kennengelernt haben und sind schon am Flughafen, ehe die Spannung der letzten fünf Tage von mir abfällt und ich letztlich im Flugzeugsitz kurz nach Start einschlafe.

Zurückblickend waren es ein spannender, erfolgreicher und sehr intensiver Trip nach New York! Gerne wieder!

 

Autor: Kevin, Department Manager Consulting Retail Solutions