Mein Auslandssemester in Chile

Im Juli 2014 ging es los. Alles war vorbereitet (na ja, fast alles, eine Wohnung hatte ich noch nicht), vor mir lagen 5 Monate Uni in Chile und ein Monat Reisen in Südamerika.

Schon am Flughafen in Madrid, wo ich in den Flieger nach Santiago de Chile umgestiegen bin, traf ich die ersten anderen Austauschstudenten. Im Hostel angekommen brachen wir auch schon zu einer ersten Stadterkundungstour auf. Von der Universidad de Chile aus hatte ich einen Paten zugeteilt bekommen, mit dem ich mich mit ein paar Leuten direkt am zweiten Tag zu einer etwas größeren Stadtführung getroffen habe.

Die Uni ging mit einer Infoveranstaltung für alle Austauschstudenten los. Im Vorfeld hatten wir Kurse wählen müssen, die wir nun eine Woche lang ausprobieren und anschließend noch einmal ändern durften, falls sie uns nicht gefielen. Da ich mir vorgenommen hatte, mein Spanisch zu verbessern, wollte ich in der Uni spanische Kurse belegen. In der ersten Zeit fiel es mir noch schwer den chilenischen Akzent zu verstehen, aber je länger ich da war, desto leichter wurde es. Rückblickend hätte ich vielleicht nicht unbedingt VWL-Kurse wählen sollen, für die mir die gesamten Grundlagen fehlen, aber das war auch das Einzige, was ich anders machen würde.

Chile2Nach zwei Tagen hatte ich auch eine Bleibe gefunden: ein Studentenhaus mit 13 weiteren Austauschstudenten und Praktikanten. Zusammen mit unseren beiden Vermietern haben wir in dem Haus ungefähr einen Monat lang gewohnt… Dann hat eines Nachts im Nachbarhaus der Strom entschieden, dass es doch eine gute Nacht sei, eine Leitung durchzuschmoren und das Haus in Flammen zu setzen. Morgens um halb 5 wurde ich von einem Schrei geweckt. Ein paar Sekunden später ging die Tür auf und zusammen mit den anderen flüchteten wir auf die andere Straßenseite. Von da aus mussten wir mit ansehen, wie das Feuer genau auf den Bereich unseres Hauses übergriff, in dem all unsere Zimmer lagen, in denen sich alles, was wir haben, inklusive Portemonnaie und Reisepass, befindet. Bis die Feuerwehr kam und anfing zu löschen, schien eine Ewigkeit vergangen zu sein. Mittlerweile waren das Fernsehen, das Radio und die Zeitung da. Nachdem das halbe Haus jetzt unbewohnbar war, ein Zimmer komplett ausgebrannt, drei andere Zimmer Löschschäden hatten und das ganze Haus nach Rauch stank, wurden wir also zunächst in einer Notherberge untergebracht, in der wir uns von dem Schock erholen konnten. Die erleichternde Nachricht: durch mehrere glückliche Zufälle wurde keiner verletzt, die Sachschäden waren, abgesehen vom Haus, auch relativ gering. Nach einigem hin und her haben wir unsere Vermieter dazu gebracht, das Haus zu reparieren, statt ein neues zu kaufen und einzurichten, welches kilometerweit von der nächsten Bahnstation (geschweige denn vom Zentrum) entfernt war und weder eine Küche noch eine Dusche hatte. Zwei Tage vor dem Feuer hatte ich übrigens mein erstes Erdbeben erlebt. Nun ja, für die Chilenen war es nur ein „trembledor“, also ein kleines Zittern der Erde, gerade an der Grenze dazu, ein „terremoto“, also ein wirkliches Erdbeben (oder ein unglaublich süßes, stark alkoholhaltiges Getränk), zu sein.

Kurz nach der ganzen Aufregung standen dann die Midterm-Prüfungen in der Uni an. Während die meisten ein paar Tage Urlaub gemacht haben, saß ich am Schreibtisch und musste für meine VWL-Kurse mehr lernen, als jemals zuvor. Dafür habe ich es mir dann im Anschluss an die Midterms zusammen mit einer Freundin eine Woche in Argentinien gut gehen lassen. Wobei ich auch hier schon wieder für die nächste Prüfung lernen musste.

Chile3Nachdem dann Ende November die Finals geschafft waren, ging endlich der lang ersehnte Reisemonat los. Zusammen mit einem Freund bin ich erst einmal von Santiago aus Richtung Süden gefahren. In Pucón haben wir den ersten Stop gemacht. Hier sind wir unter anderem auf den aktiven Vulkan Villarica gestiegen  (lange konnten wir leider nicht oben bleiben und ganz an den Krater durften wir auch nicht heran, da ohne Ende Rauch aus dem Schlot kam). Nach ein paar weiteren Tagen in Pucón sind wir weiter Richtung Süden in den Nationalpark Torres del Paine gefahren. Oder eher geflogen. Straßen gibt es da unten nicht besonders viele. Nach vier Tagen Wandern mit dem Zelt durch unglaublich schöne Landschaften haben wir dann noch einen Ausflug nach Feuerland gemacht, um eine Königspinguin-Kolonie zu sehen.

Chile4Um jetzt doch ein bisschen mehr Sonne abzubekommen, sind wir anschließend ganz in den Norden Chiles in die Atacama Wüste geflogen, wo wir eine 4-Tagestour durch die bolivische Wüste zum Salar de Uyuni gemacht haben. Kurz vor Weihnachten ist mein Reisebegleiter dann nach Hause und ich bin weiter nach La Paz geflogen. Dort bin ich mit dem Mountainbike den „Camino del muerto“, die Straße des Todes runtergefahren und habe am Titicacasee meine letzten vier Tage in Südamerika verbracht.

 

Der letzte Monat ging leider viel zu schnell rum und auch, wenn die 5 Monate Uni  in Chile vermutlich die lernintensivsten meines Lebens waren, war einfach alles so unglaublich toll, dass ich jederzeit und sobald es geht nach Santiago zurückkommen werden und jetzt schon dafür spare, noch viele weitere Länder auf diesem unglaublich schönen Kontinent zu bereisen. An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei gicom dafür bedanken, dass mir das alles ermöglicht wurde!

Chile6

Übrigens: Erinnert ihr euch an den Vulkan, auf dem ich gewesen bin? … Der ist einen Monat, nachdem ich wieder in Deutschland war, ausgebrochen. Ende März stand dann der Norden Chiles komplett unter Wasser und im Süden gab es mehrere Waldbrände. Ich würde sagen, ich bin zur richtigen Zeit wieder nach Hause gekommen…

Autorin: Silvia

#läuftbeiuns – gicom beim Business-Run Cologne 2015

Unter dem Motto “#läuftbeiuns” gingen 18 Läufer für gicom beim HRS Business Run Cologne 2015 an den Start…also fast 18, denn ein Kollege hat es leider nicht zum Start geschafft. Aufgrund des großen Andrangs von 20.000 Teilnehmern war kein Parkplatz rechtzeitig zu finden. Zum Zieleinlauf seines Teams und für die anschließende Party war er zum Glück aber pünktlich.

Vor dem Lauf

Vor dem Lauf

Die Teilnehmer haben sich in 3er Teams auf die 5,4 km lange Strecke bei 34 Grad begeben. Trotz dieser hohen Temperaturen sind alle mit einem Lächeln ins Ziel gekommen. Die zuvor gewählten Teamnamen ließen Rückschlüsse auf die Teilnehmer jedes einzelnen Teams zu.

Team: #befehlsundkommandogewalt

Team: #befehlsundkommandogewalt

Tean: #derdualestudent

Team: #derdualestudent

#blievruhigunmachvöran

Team: #blievruhigunmachvöran

Unser Sprinterteam startete bereits um 17.50 Uhr mit dem Teamnamen „#läuftbeiuns #gicom“. Die beiden schnellsten Läufer sind gemeinsam mit einer Zeit von 25:08 min. über die Ziellinie geschossen. Eine super Leistung!

Schlusssprint unserer Sprinter

Schlusssprint unserer Sprinter

Zum Schmunzeln brachte uns jedoch ein anderer gicom-Läufer: Anstatt seine Tasche vor dem Lauf abzugeben, nahm unser Kollege Sangamesh sie lieber mit auf die Strecke – denn schon Bruce Darnell wusste: „Die Handetasche muss lebendig sein!“ Wir befürchten, dass unser Kollege sich diese Weisheit zu sehr zu Herzen genommen hat.

Beutel

Das absolute Highlight der Strecke war allerdings der Zieleinlauf ins RheinEnergieSTADION – das zu Hause des 1. FC Köln. Ein emotionaler Moment für jeden fußballverrückten Kölner. Insbesondere unser gicom-Urgestein, welches in der höchsten Altersklasse antrat, fühlte sich wie Prinz-Poldi persönlich. Eines störte ihn nun doch: Für seinen Geschmack waren es viel zu wenig Zuschauer – ein ausverkauftes Stadion hätte es dann schon sein müssen…diese erfolgsverwöhnten Senior-Consultants… 😛

RheinEngerieSTADION

RheinEngerieSTADION

Im Anschluss an den Lauf ging es auf einen Abstecher in den VIP-Bereich des Stadions, so wie es sich für Spitzensportler nun einmal gehört. Ein Gruppenfoto in dieser Atmosphäre durfte da nicht fehlen.

VIP-Gäste

VIP-Gäste

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf – da waren sich alle einig: Nächstes Jahr wollen wir die Teilnehmer- und Zuschauerzahl der gicom noch etwas steigern! – Schließlich muss das Stadion so gefüllt sein, dass unsere erfolgsverwöhnten Mitarbeiter sich heimisch fühlen.

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf

Autorin: Anica

Zwischen J.Lo und Miami Beach: So schnell wird Arbeit zu Urlaub…

Im Mai 2015 ging es endlich los: Die SAPPHIRE NOW in Florida stand an. In diesem Jahr durfte ich exklusiv mit den beiden Geschäftsführern Stefan Hilger und Hans-Jakob Reuter unser Unternehmen auf der weltweit größten Veranstaltung der SAP vertreten.

Zur Einstimmung meiner ersten USA-Reise flog ich zusammen mit Herrn Reuter bereits das Wochenende vor der Veranstaltung nach Miami, um von dort mit dem Auto weiter nach Orlando zu fahren. Den ersten Abend verbrachten wir in Miami Beach, direkt am bekannten Art Deco District. Dort lernte ich beim Abendessen direkt die amerikanischen Essgewohnheiten kennen. Da wir vom Flug noch gut gesättigt waren, bestellt wir nur eine Vorspeise. Diese hatten es allerdings in sich:

Vorspeise in Miami Beach

Von Miami ging es über die Everglades (mit Bootstour) über Fort Myers (mit Schwimmen im Golf) und Tampa nach Orlando. Dort begann dann die Arbeit.
SAPPHIRE NOW 2015In einer riesigen, auf 16°C heruntergekühlten Halle – die Amerikaner lieben Klimaanlagen – versammelten sich von Dienstag bis Donnerstag 20.000 Menschen, um Innovationen von SAP und SAP Partnern unter die Lupe zu nehmen. Natürlich duften wir dort nicht fehlen! Zusätzlich gab es viele Vorträge zu den verschiedenen Themen und unterschiedliche Branchen. Dazu zählte auch der Vortrag unseres Kunden Globus über das erfolgreiche Projekt mit gicom.

Ich war verantwortlich für die Kundenansprache an unserem Stand. Das Publikum war bunt gemischt: Neben amerikanischen Kunden kamen auch Kanadier, Asiaten und Südamerikaner an den gicom Stand. Auch wenn ich die meiste Zeit Gespräche über unsere Lösungen führte, hatte ich zwischendurch die Chance selber über die Messe zu schlendern.

Am letzten Tag der Messe wurden alle Besucher mit Bussen ins Zentrum von Orlando gebracht, wo ein Konzert von Jennifer Lopez ausschließlich für die SAPPHIRE-Teilnehmer stattfand. Im Eishockeystadion sorgte J.Lo für besste Stimmung mit einer Show, die es in sich hatte.

Universal StudiosZum Abschluss der Reise besuchten Herr Reuter und ich die Universal Studios samt nachgebautem Hogsmeade, wo es allerlei Harry Potter- Accessoires inklusive Butterbier und Zauberstäbe zu kaufen gibt.

Die Geschäftsreise nach Florida war eine geniale Erfahrung und ich habe mich bereit erklärt, diese Strapazen durchaus nochmal auf mich zu nehmen. 😉

Autor: Niko

 

Tervetuloa Suomi – Willkommen in Finnland

Vor etwas mehr als einem halben Jahr endete mein einmaliges Auslandserlebnis in Finnland. Insgesamt vier Monate durfte ich das Wintersemester in Salo, einem kleinen beschaulichen Ort in der Nähe von Turku, verbringen.

”Aber Moment mal – Winter? Finnland? Da war doch was…”

Genau da war was! Kälte, kaum Sonne und viel Regen/Schnee. Damit stellt sich natürlich die Frage: ”Warum in Herrgotts Namen macht man so etwas? Wieso genießt man das Auslandssemester nicht bei 30°+, Sonne und Sandstrand?”

Ich wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren. Da kam das Auslandssemester gerade recht. Gut, ehrlich gestanden hätte ich den finnischen Sommer dem Winter schon vorgezogen, aber das stand nun mal nicht zur Debatte. Daher habe ich Ende August 2014 meine ”sieben Sachen” gepackt und nach gut zweieinhalb-stündigem Flug war ich auch schon angekommen im ”Abenteuer Skandinavien”. Am Flughafen von Helsinki, auf den Bus wartend, dachte ich mir im Stillen: ”Oh mein Gott, was hast du dir nur angetan? Das Wetter, die Sprache und das vier Monate lang!”.  Rückblickend kann ich guten Gewissens sagen: ”Es war definitiv die richtige Entscheidung!”.

Wie muss man sich das Leben in Finnland eigentlich vorstellen?

Das folgende Bild gibt einen ersten Eindruck:

Finnland_erster Eindruck

Im Prinzip ist es dort viel ruhiger. Eine finnische Stadt mit 50.000 Einwohnern ist definitiv kein Vergleich zu 50.000 Einwohner-Stadt in Deutschland. Es fühlte sich mehr an wie ein ”500 Seelendorf” wovon sich die Hälfte nicht auf die Straße traut. Wer ”Partyleben im Schnee” erwartet hat, der fiel spätestens nach dem ersten Tag in eine tiefe Depression, wenn sich um 20:00 Uhr ohne Vorwarnung die Bürgersteige hochklappten und man um 21:00 vor einem verschlossenen McDonalds stand. In Köln undenkbar – in Salo Alltag. In Turku und Helsinki hingegen war das Nachtleben deutlich ausgeprägter (hier bekam man auch um 2:00 noch seinen Burger), weshalb mein Weg das ein oder andere Mal dorthin führte.

In Salo selber habe ich in einem beschaulichem 16m2  Zimmer, was eher an ein Gefägniszimmer als an eine Wohlfühloase erinnerte, gehaust. Aber spätestens nach 2 Wochen hab auch ich an dem weißgestrichenen Mauerwerk Gefallen gefunden.

Klingt bis hier nicht sehr positiv und überzeugend. Die ersten zwei Wochen war es das auch nicht. Der kleine kulturelle Schock zusammen mit der doch sehr runtergekommenen Studentenwohung machte sich doch deutlicher bemerkbar als anfangs gedacht.

Die Wende folgte dann jedoch sehr schnell. Insgesamt haben wir mit 5 Jungs in unserer WG gewohnt. Direkt nebenan wohnte der ganze Rest aller Erasmusstudenten aus Salo. Die rund 18-köpfige Gruppe hat sich sehr schnell gefunden und schon bald standen die ersten Reisen an.

Gemeinsam sind wir zunächst nach Turku, Tallinn, Helsinki und abschließend nach Stockholm gereist.

Ausflugsziele Finnland

Was war das persönliche Highlight?

Das persönliche Highlight stand im Dezember an. Für eine Woche ging es hoch in den finnischen Norden – nach Lappland. Die Tageslichtstunden mussten dort von ca. 5-6 Stunden in Salo noch einmal merklich auf 2-3 Stunden nach unten korrigiert werden.

Das Programm vor Ort sah unter anderem eine Schneemobilfahrt (!), Eiskartfahren, saunieren mit Abkühlung in 3° kaltem Wasser, einer Nachtwanderung mit Nordlichtern (!) und natürlich einer Schlittentour mit Huskys vor – Einfach einmalig!

Jan mit HuskyVom Studium unterscheidet sich das finnische System deutlich vom deutschen. Das Studiensystem baut viel mehr auf Eigenverantwortung und Flexibilität. So mussten während des Semesters wöchtlich eigenverantwortlich Bücher gelesen werden, die später der gesamten Studiengruppe vorgestellt wurden. Zudem bestanden die Prüfungsleistungen nicht wie gewöhnlich aus einer Klausur, sondern aus einer Selbstreflexion, bei der analysiert werden sollte, was innerhalb einer Veranstaltung lehrreich war und wie man sich persönlich weiterentwickelt hat. Insgesamt ein sehr spannendes Konzept.

Abschließend kann ich zwei Dinge festhalten:

  1. Das Auslandssemester war eines der größten Erfahrungen, die ich je gemacht habe
  2. Es ist einmalig wie viel neue Menschen man in dieser Zeit kennenlernt, auf welche kuturellen Unterschiede man stößt und wie sich innerhalb so kurzer Zeit Freundschaften entwickeln

Allen, die mit einem dualen Studium inklusive Auslandssemster liebäugeln, kann ich versprechen: Es wird eine unglaublich gute Zeit werden, die man nicht missen sollte!

Autor: Jan

Runder Geburtstag in der gicom Family

Unsere Kollegin Angelika feierte am vergangenen Wochenende ihren 60. Geburtstag. Grund genug für die Geschäftsführung, ihr mit einem großen Blumenstrauß persönlich zu gratulieren.

Blumen vom Chef für das gicom Geburtstagskind

Blumen vom Chef für das gicom Geburtstagskind

Eine besondere Wertschätzung, gerade für die lebensälteren Mitarbeiter, entspricht in jeder Weise den Anforderungen an eine nachhaltige, moderne Unternehmensführung, auch im Hightech-Umfeld. Natürlich ist die Branche gerade für junge, technikaffine Menschen besonders attraktiv. Ohne die vorausschauende Arbeitsweise der älteren Mitarbeiter, die mit Ihrer jahrzehntelangen Erfahrung Zusammenhänge auf ganz anderen Ebenen durchdringen können als die jungen Dynamiker, die sich eher an kurzfristigen Erfolgen messen möchten, ist ein langfristiger Erfolg jedoch nur schwer möglich. Optimal ist – wie so oft – die richtige Mischung. Somit lassen sich die Vorzüge der Generationen vereinen und die jeweiligen Defizite ausgleichen, mit Gewinn für alle Beteiligten. Also ist es für unser Unternehmen eine besondere Auszeichnung, wenn es gelingt, parallel zu jungen Menschen als Berufseinsteigern auch ältere Mitarbeiter mit ihrem wertvollen Erfahrungsschatz für uns zu gewinnen, und – noch wichtiger – für viele Jahre zu halten. Mit dem Blick nach vorne freue ich mich daher auf die Jubiläen, die in den nächsten Jahren noch anstehen. Bis dahin: Herzlichen Glückwunsch!

Autor: Michael

Tolle Erfahrungen beim Schulpraktikum

Vom 12. bis zum 23. Januar 2015 hat uns Leon F. als Schülerpraktikant besucht. In unserem Entwicklungsstandort in Overath-Immekeppel hat Leon das Softwareentwickler-Team „Mobility“ unterstützt, die sich mit der Entwicklung von Benutzeroberflächen für mobile Endgeräte befassen. An seinen Erwartungen und Erfahrungen lässt er uns hier teilhaben:

„Ich wurde gebeten, einen kurzen Blogaufsatz zu meinem Praktikum zu schreiben. Für diese Einladung bedanke ich mich ganz herzlich.

In Bezug auf den Ablauf meines Praktikums hatte ich verschiedene Vorstellungen. Da ich keine praktische Tätigkeit oder etwas Handwerkliches machen wollte, hatte ich ein bisschen Angst, dass es langweilig werden könnte, denn meine Hauptinteressen liegen eher im Computerbereich. Ich hatte mehrere Verwandte und Bekannte gefragt und häufig gehört, dass man bei einem Praktikum nichts selbständig machen kann und darf. Dies ist bei Büropraktika anscheinend oft so. Man sitzt neben einem Sachbearbeiter und während er arbeitet, bekommt man hier und da ein paar Erläuterungen. So kann sich ein Praktikumstag ziemlich hinziehen.

Im Anschluss an mein Praktikum kann ich nun sagen, dass ich von der Realität mehr als überrascht wurde. Schon beim Ankommen nahm sich Herr Witzel gleich Zeit für ein Gespräch und brachte mich selbst vom Firmensitz in Overath an meine Arbeitsstelle in Immekeppel. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und das Team „Mobility“ zeigte mir dass ich willkommen war. Mir wurde gleich angeboten, dass ich mittags mit zum gemeinsamen Essen kommen konnte. Besonders überrascht war ich, als man mir einen eigenen Arbeitsplatz gab und ankündigte, dass ich selbständig ein eigenes Projekt bearbeiten würde. Besonders gefreut habe ich mich, dass ich mehr als Kollege und nicht als Praktikant angesehen wurde. Der Altersunterschied zwischen mir und dem Rest von Team „Mobility“ war nicht allzu groß, wodurch eine äußerst entspannte Atmosphäre aufkam.

Dass die Programme, die ich entwickelt habe, von den Kollegen gleich genutzt wurden, macht mich stolz.

Arbeitsplätze im Büro Overath-Immekeppel

Arbeitsplätze im Büro Overath-Immekeppel

Was am meisten für mein Team und die Firma gicom spricht ist, dass ich trotz einer Verletzung am Fuß vom Fußballspielen am  Vorabend morgens mit Krücken in die Firma ging, weil ich auf keinen Fall auch nur einen Tag verpassen wollte. Gerne denke ich auch an den „Dönerstag“ zurück, welcher auf das freundliche und familiäre Umgehen in der Firma gicom hinweist.

Für mich kann ich schon jetzt sagen, dass das Praktikum das Highlight dieses Jahres sein wird. Ich wurde von Herr Witzel vor meiner Lehrerin gelobt und habe ein herausragendes Praktikumszeugnis bekommen. Ich kann die Firma gicom als Praktikumsstelle nur empfehlen, da gicom mich mit Freundlichkeit und Kompetenz überzeugt hat, und mir geholfen hat, zu entdecken, was ich möglicherweise in der Zukunft machen möchte: Zu gicom zurückkehren und Informatik zu studieren.

… ach ja …, Julian, Ich werde mich bemühen, irgendwann deinen Flipperlevel zu erreichen und vielleicht kann ich ja dann auch in der Firmenmannschaft mit Fußball spielen.

Bis dahin.

Euer Leon“

Mein erster Kick-Off und eine schrecklich nette Familie

Wie jedes Jahr versammelte sich die gesamte gicom-Crew zur traditionellen Weihnachtsfeier der besonderen Art. Diesmal fand die Veranstaltung im Lindner-Hotel am Nürburgring in der Eifel statt.

Anreise war freitagsmorgens, und das morgendliche Seminar leitete Franz-Josef Schumecker, ein Gedächtnisweltrekordler. Da ich an diesem Tag noch eine Klausur in der Hochschule ablegen musste, bin ich etwas später eingetroffen und wunderte mich, weshalb alle Mitarbeiter die deutschen Bundespräsidenten in der richtigen Reihenfolge aufzählen konnten. Von der Reihenfolge der größten europäischen Länder ganz zu schweigen. Herr Schumecker hatte es geschafft, mit verschiedenen Methoden zum Gedächtnistraining, die gicom Mitarbeiter so zu begeistern, dass noch Tage später die Merkfähigkeit spaßeshalber getestet wurde.

Nach dem Mittagessen ging es dann weiter mit einer beeindruckenden Führung über den Nürburgring. Der Rundgang über die Rennstrecke und den Gebäuden war interessant, allerdings wehte auf der Strecke ein so heftiger und kalter Wind, dass wir uns lieber die zugehörigen Gebäude von innen ansahen. Die Räume, die man sonst nur von Fernsehbildern kennt, waren in ihrem Normalzustand, der weit weniger glamourös ist als bei Rennveranstaltungen, sicherlich einen Blick wert. Die in ihre Einzelteile zerlegten Formel-3-Wagen, die einen detaillierten Blick in das Innere eines solchen Gefährtes erlaubten, waren ebenso spannend anzusehen. Bemerkenswert ist auch der Ausblick, den man von der VIP-Lounge über der Boxengasse hat − auch wenn das Wetter keinen besonders weiten Blick erlaubte.

Führung auf dem Nürburgring

Führung auf dem Nürburgring

Es folgte im Anschluss die sogenannte Rede zur „Lage der Nation“, in der die Geschäftsführung das vergangene Jahr der gicom reflektierte und eine Prognose für das nächste Jahr abgab. Mit dem Sektempfang und einem vorzüglichen Buffet wurde dann der Abend eingeleitet. Das Abendprogramm war abwechslungsreich gestaltet und besonders durch die Videobotschaften zweier Dualer Studenten geprägt, die sich derzeit in ihrem Auslandssemester befinden und ihren Kollegen Weihnachtsgrüße sendeten.

Wie auch in den letzten Jahren gab es eine Tombola für den guten Zweck, bei der ich mit nur 2 Losen unverschämtes Glück hatte: Neben einer Playstation 4 habe ich zudem die komplette Serie „Eine schrecklich nette Familie“ gewonnen. Mit diesen Preisen werde ich über die Feiertage sicherlich keine Langeweile bekommen. Das Ende des Abends besiegelte eine lebhafte Party, die bis in die Morgenstunden andauerte und am nächsten Morgen dem einen oder anderen noch anzusehen war.

Alles in Allem war der Kick-Off eine gelungene Veranstaltung, bei der ich neben einer PS4 auch viele schöne Erinnerungen mitnehme und mich auf das nächste Mal freue. Außerdem war es eine sehr gute Möglichkeit meine Kollegen, mit denen ich auch im nächsten Jahr zusammenarbeiten werde, besser kennen zu lernen.

In diesem Sinne wünsche ich fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins kommende Jahr!

Autor: Timo

Eine etwas andere Vertriebsreise

Auf einer Länge von ca. 880 km von Süd nach Nord und ca. 640 km von Ost nach West erstreckt sich das Heimatland der gicom – Deutschland. Insgesamt zählen damit rund 360.000 km² zu meinem Vertriebsgebiet. In diesem begebe ich mich tagtäglich auf die Suche nach interessanten Partnern, die unsere Lösungen und Leistungen rund um das Thema Verhandlungs- und Konditionsmanagement in Anspruch nehmen wollen. Selbstverständlich bleiben dabei lange Fahrten nicht aus. Manchmal mit dem Zug, öfters mit dem Auto. Zum Glück sitzen wir in Overath auf der deutschen Landkarte sehr zentral, wodurch sich die Fahrten in den Süden, Osten oder in den äußersten Norden noch in Grenzen halten.

Über den Wolken muss die Freiheit hingegen wohl grenzenlos sein. So zumindest betitelt es ein deutsches Kult-Lied. Dass sich dies einmal mit meinem Beruf verbinden lassen würde, hätte ich jedoch nicht unbedingt auf Anhieb erwartet…

Über den Wolken

Über den Wolken

Eigentlich hatte ich mit der Geschäftsführung vereinbart, dass wir uns am nächsten Morgen gemeinsam mit dem Auto auf den Weg zum Kunden machen. Umso mehr hat es mich überrascht, als diese Geschäftsführung am Vorabend noch einmal einen kurzen Blick auf die – nun ja, sagen wir mal – sehr detaillierte Wetterkarte blickte. Für eine Autofahrt in den Süden war dies sicherlich nicht zwingend erforderlich. Abschließend kam die freudige Botschaft auch bei mir an: Treffpunkt 09:00 Uhr, Flughafen Bonn-Hangelar.

Viel Aufregung verspüre ich vor Kundenterminen nicht. Die Routine tut wohl ihr Übriges dazu. An diesem besagten Morgen war dies jedoch anders. Mit voller Vorfreude bin ich vor dem Klingeln des Weckers aufgewacht, Einschlafen wollte ich auch nicht noch einmal – geschweige denn überhaupt die „Snooze“-Taste betätigen. Und so habe ich mich auf den Weg zur bisher wohl schönsten Vertriebsreise gemacht.

In Hangelar angekommen, haben wir bei etwas Nebel die 4-Personen-Maschine vorbereitet, den Tank aufgefüllt und die letzten Vorbereitungen getroffen. Alles nach Vorschrift! Und nachdem wir dann per Headset den Kontakt zum Tower aufgenommen hatten, kamen pünktlich zum Start dann auch die ersten Sonnenstrahlen durch die Nebeldecke.  Ein traumhafter Anblick, den wohl sicher nur die Aussicht von oben toppen konnte.

Die Aussicht von oben

Die Aussicht von oben

Das schönste daran war jedoch, dass es nicht nur deutlich schneller war als mit dem Auto oder dem Zug, sondern dass sämtlicher Berufsverkehr auf Deutschlands Straßen für uns überhaupt keine Rolle spielte. Nun hoffe ich insgeheim auf eine Wiederholung dieser Reise und darauf, dass nicht jeder bald auf diese Idee kommt. Sonst steige ich wohl doch wieder auf das Auto um…

Autor: Sebastian

Wir sind WELTMEISTER!

Wie schon zur EM 2012 wurde auch zur Weltmeisterschaft 2014 wieder ein gicom Tippspiel ins Leben gerufen. Diesmal wurde dafür allerdings die Plattform kicktipp.de verwendet, allerdings mit einer kleinen Regeländerung: Der „Tippname“ sollte ein Synonym sein, welches sich irgendwie mit der Welt des Fußball in Verbindung bringen ließ. Mit dabei waren zum Beispiel „Tante-Kaethe“, „Simeone“ oder der „Fußballgott“.

Wie bereits 2 Jahre zuvor hieß es: „Wer kann durch (extra für die WM angeeignetes) Fachwissen überzeugen, wer ist der heimliche Buchmacher, wer hat am meisten Glück und wer kann die Kollegen in vielen hitzigen Diskussionen umstimmen, um diese so auf eine falsche Fährte zu locken? Und die Frage aller Fragen, wer gewinnt das Tippspiel und erhält dadurch jede Menge Ruhm, Ehre und Anerkennung sowie eine gicom-No-Racism-Banane.“

Jetzt nach der WM haben wir ein Endergebnis

Jetzt nach der WM haben wir ein Endergebnis

In der Vorrunde war der Kampf um die Spitzenplätze noch reichlich eng, jedoch wendete sich nach kurzer Zeit das Blatt. Felix Bürling (das „Orakel“) triumphierte, nachdem er sich im Viertelfinale deutlich von seinen Verfolgern, insbesondere Tomas Schiffbauer („Pele2014“), absetzte und einen 11-Punkte-Vorsprung bis zum Abpfiff des Finalspiels aufrechterhalten konnte.

Gewinner Felix Bürling mit der DFB-Elf und seinem Gewinn

Gewinner Felix Bürling mit dem DFB-Team und seinem Gewinn

Zu guter Letzt bleibt zu sagen: WIR SIND WELTMEISTER!!!!

Auch zur in zwei Jahren anstehenden EM werden wir wieder um die begehrten ersten drei Plätze kämpfen und dabei zusehen wie das DFB-Team (hoffentlich) den EM-Titel gewinnt.

Und bis dahin, lieber Leser, nutze deine Chance ein Teil des grandiosen gicom-Teams zu werden! Wenn du Interesse hast, dann geht es hier für dich weiter:  http://www.gicom.org/karriere.html.

Autor: Oliver

Der gicom Family-Day

gicom Standort in Overath-Immekeppel

gicom Standort in Overath-Immekeppel

Bereits seit dem letzten Dezember stand der Termin für unser Sommerfest: Samstag, der 28. Juni 2014. Das Sommerfest läuft bei gicom unter dem Motto „Family-Day“, da die Mitarbeiter ihre Partner, Kinder, Geschwister, Eltern und sogar die Hunde (andere Haustiere wurden bisher nicht gesichtet) mitbringen können. Nachdem die letzten Family-Days in der näheren Umgebung von Overath stattgefunden haben, fiel die Entscheidung dieses Mal auf unseren Standort in Overath-Immekeppel. Auf dem Platz vor dem Bürogebäude, idyllisch am Waldrand gelegen, gibt es ausreichend Platz, um Zelte, Grill usw. aufzubauen. 

Segway fahren

Segway fahren

Je näher der Termin rückte, desto intensiver wurden die Vorbereitungen: Was gibt es zu essen und zu trinken? Wie sieht das Programm aus? Das Catering-Unternehmen war schnell benannt und das Essen ausgesucht. Jetzt fehlten uns nur noch die „Event-Module“! Unsere Organisatorin hatte sich in eine Hüpfburg in Kuhform für das Kinderunterhaltungsprogramm verliebt und meinte: „Die brauchen wir auf jeden Fall!“ Als Ergänzung hierzu wurde dann noch eine „Melkstation“ zum Wettmelken geordert. Aus dem privaten Fundus von unserem Geschäftsführer, Herrn Reuter, fanden noch Fußbälle, Luftballons und ein Boule-Spiel den Weg nach Immekeppel. Die größeren Kinder und die Erwachsenen konnten sich im Segwayfahren üben. Es gab einen Parcours mit zwei Segways inklusive zwei unermüdlich helfenden Betreuern. 

Melkstation

Melkstation

Jetzt musste nur noch das Wetter mitspielen! Der Wetterbericht verkündete leider Schlimmes, aber wir gaben die Hoffnung nicht auf. Schließlich hatte die gicom-Family bisher immer Glück mit dem Wetter. Ab 11:00 Uhr trudelten dann die Mitarbeiter mit Anhang ein. Noch war es trocken und ab und zu linste sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor! Die gicom Geschäftsführung hielt noch eine kurze Begrüßungsansprache, bei der natürlich auch der Wetterbericht nicht zu kurz kam. Und dann ging’s los: Hüpfen, Melken, Segwayfahren und jede Menge zu essen und zu trinken. Bis gegen 14:00 Uhr war alles bestens! – Dann begann der Nieselregen. Mit Regenbekleidung alles kein Problem, Segwayfahren funktioniert auch mit Regenjacke und die Hüpfburg hat schließlich ein Dach. 

Hüpfburg

Hüpfburg

Aber dann….! In der Hüpfburg stiegen Blasen auf, da es reinregnete. Zwei Mitarbeiterkinder mussten gleich mehrmals in ein trockenes Outfit schlüpfen, ließen sich aber nicht wirklich entmutigen. Es kam allerdings noch schlimmer! Es begann sintflutartig zu regnen − der Regen kam quer. Unsere spanischen Kollegen saßen unter dem Zeltdach und versuchten, sich mit den völlig durchnässten Tischdecken vor dem Regen zu schützen. Zelte boten keinen wirklichen Schutz mehr vor den Wassermassen und mussten festgehalten werden, da Windböen sie immer wieder anhoben. Alle, die sich nicht rechtzeitig ins Haus retten konnten, waren klitschnass. Schließlich ließ der Regen nach. Kaffee und Kuchen konnten dann wieder „gemütlich“ draußen unter dem Zeltdach genossen werden. Die Hüpfburg und die Melkstation waren jedoch aus Sicherheitsgründen zwischenzeitlich leider außer Betrieb genommen worden. 

Trotz des sintflutartigen Regens war es ein gelungener Tag. Die dreijährige Lara brachte es auf den Punkt: „Papa, Du hast es aber gut! Du hast eine Hüpfburg bei deiner Arbeit!“ Eigentlich schade, dass montags in der Mittagspause nur noch die Reste vom Grill- und Kuchenbuffet an unseren Family-Day erinnerten, aber leider keine Hüpfburg…!

Autor: Petra Fischer