Duales Studium Wirtschaftsinformatik – und das als Frau?

Typische Rollenverteilung: der Mann übt die technischen Berufe aus, während die Frau Zuhause bleibt und auf die Kinder aufpasst?

„Nein, nicht mit mir“, dachte ich und überlegte mir, welchen Beruf ich später ausüben möchte. Für mich stand auf jeden Fall fest, dass ich in die Wirtschaft gehen möchte – nur in welchen Bereich? Oft wurde mir gesagt, sowohl von Lehrern als auch von meinen Mitschülern, dass ich im Fach Informatik sehr gut sei. Aber wirklich Informatik studieren? Von Männern dominiert? Da machte sich doch ein mulmiges Gefühl in meinem Magen breit. Aber trau dich war mein Motto und so reiste ich von Hannover nach Overath um die gicom genauer unter die Lupe zu nehmen.

Am Infoabend stellte ich fest, dass gicom dieses eine Unternehmen ist, wo ich mich auch als Frau wohlfühlen würde. Die Tatsache, dass man während des Studiums finanziell unterstützt wird, das angenehme Arbeitsklima und die familiäre Atmosphäre waren die ausschlaggebenden Argumente, wieso ich unbedingt zur gicom wollte. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste war, dass ich in meinem Jahrgang die einzige Frau sein werde, die hier bei der gicom das duale Studium der Wirtschaftsinformatik startet.

Zeitreise: September 2017.

Natürlich könnte ich jetzt, wie viele vor mir, schreiben, wie toll doch das Onboarding war, aber vielmehr ist es doch interessanter, wie ich mich nach der Onboarding-Woche in den ersten Wochen im Betrieb gefühlt habe bis dann die Theoriephase an der FHDW in Bergisch Gladbach anfing.

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Nach Einrichtung der Hardware an meinem neuen Arbeitsplatz wurde ich auch schon direkt mit vielfältigen Aufgaben betraut. Klar war ich nervös, denn meine Programmierkenntnisse aus der Schule reichten definitiv nicht aus. Aber selbständig an einer Aufgabe zu sitzen war genau das, was ich mir auch gewünscht hatte. Denn wer möchte Fastfood essen, wenn man selbst der Profikoch werden kann? Bei Fragen konnte ich immer zu meinen Kollegen gehen, auch wenn diese schwer beschäftigt waren. Trotz der Projekte, an denen sie arbeiteten nahmen sie sich Zeit für mich. Auch die Mittagspausen waren alles andere als langweilig, denn in der Küche waren Gespräche vorprogrammiert während das mitgebrachte Essen von der Mikrowelle aufgewärmt wurde. Und das Highlight der Woche ist natürlich der Freitag, an dem wir alle gemeinsam Döner essen gehen und auch die Kollegen aus Overath sehen. Auch an einigen Events durfte ich bereits teilnehmen, wie zum Beispiel am Tag der offenen Tür in der FHDW in Bergisch Gladbach, wo ich dort auch mit dem ein oder anderen Mädchen über den Studiengang Wirtschaftsinformatik gesprochen habe und den Mut mitgegeben habe, sich bei uns zu bewerben. Bereits der erste Monat war voller Action und ich bin gespannt wie es weitergeht!

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Du möchtest mehr wissen? Gerne erzähle ich dir mehr! Schreibe mir doch einfach unter info@gicom.org eine E-Mail.

Autor: Antonia

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