Projektabschluss operatives und strategisches Konditionsmanagement bei einer führenden Elektronik-Fachhandelskette Europas

Nachrichten über neue, innovative Projekte hört man in den Medien häufig und sind von Unternehmen gern gesehen. Denn sie zeigen, dass eine Organisation nicht stillsteht und sich mit Neuem bzw. Optimierungen von Bestehendem beschäftigt, um sich weiterzuentwickeln und für die Zukunft zu rüsten. Das publiziert man gerne auch medienwirksam, um die positive Innovationskultur eines Unternehmens hervorzuheben. Allerdings hört man häufiger von neuen Projekten, als vom weiteren Fortschritt oder erfolgreichen Abschlüssen dieser. Laut Definition löst man Aufgabenstellungen im Rahmen von Projekten bei denen „das zu lösende Problem relativ komplex erscheint und der Lösungsweg zunächst unbekannt ist.“. Jedoch führt die Komplexität bzw. die unsichere Planbarkeit des Projektergebnisses häufig dazu, dass Projekte gänzlich scheitern oder die anfangs geplanten Aufwände oder Ziele nicht erreichen. Diese Fehlentwicklungen werden zumeist vor der Öffentlichkeit unter Verschluss gehalten und daher kommt es, dass der Informationsfluss über den Projektstatus im Sande verläuft. Nicht jedoch so bei der gicom…

Das im Juli 2008 begonnene Projekt zur Einführung des operativen (OKM) und strategischen (SKM) Konditionsmanagements bei einer führenden Elektronik-Fachhandelskette Europas, hat mit einer offiziellen Abschlussveranstaltung im Juli diesen Jahres sein erfolgreiches Ende gefunden. Begonnen hat die Einführung  2008 mit den zwei Pilotländern Niederlande und Belgien, in denen der Handelskonzern u.a. seine Märkte betreibt. Zunächst hat sich das Projekt auf das operative Konditionsmanagement fokussiert und die Kernanforderungen der Piloten diesbezüglich aufgenommen. In dieser Zeit war der Projektstandort fast ausschließlich in Rotterdam, wo die niederländische Tochtergesellschaft ihren Verwaltungssitz hat. Mit erfolgreichem Go-Live der Niederlande bereits im November 2008 gab es früh einen ersten Teilerfolg zu vermelden. In den nachfolgenden Releases wurden weitere Anforderungen, die nicht im OKM Standard enthalten waren, implementiert. Mitte/Ende 2009 war es dann soweit, auch die anderen Länder auszurollen. Es wurden Länderpakete geschnürt, die nacheinander ausgerollt wurden, denn die Fachhandelskette ist in 14 Ländern aktiv, die man nicht alle gleichzeitig bedienen konnte. In den folgenden Monaten und Jahren waren wir damit beschäftigt, insbesondere die landesspezifischen sowie rechtlichen Anforderungen kennenzulernen und damit in OKM umzugehen. Es gab ‚einfachere‘ Länder wie Österreich oder Belgien, aber auch ‚komplexere‘ wie Spanien oder Russland, die uns vor allen Dingen mit ihren steuerrechtlichen Richtlinien zu schaffen machten. Im Rahmen des Rollouts waren wir vor allem am Sitz der Holding lokalisiert, zu den Workshops oder Schulungen mit den Ländern sind wir mit zwei bis drei Projektmitgliedern in das jeweilige Land gereist. Besonders die zahlreichen Auslandsaufenthalte waren eine spannende Erfahrung und der Kontakt mit verschiedenen Kulturen verlieh dem projektüblichen Alltag eine aufregende und interessante Komponente. Im Anschluss an die Produktivsetzung eines Landes mit OKM, folgte nicht lange danach ebenfalls die Implementierung von SKM. Im ungefähr jährlichen Turnus gab es auch Teamentwicklungs-Events für das Projektteam, welches sich aus Mitarbeitern von gicom sowie unseres Kunden zusammenstellte. Dieses diente zur Stärkung der Zusammenarbeit und des Teamspirits. So waren wir unter anderem auf einer Rafting Tour in Österreich oder ein anderes Mal in einem Klettergarten.

Zum offiziellen Abschlusstermin im Juli 2012 sind viele ehemalige und aktive Projektmitglieder zusammengekommen und hörten gespannt unserem Geschäftsführer, Herr Hans-Jakob Reuter, sowie dem Vice President Controlling unseres Kunden beim Projektresumé zu. Dabei wurden die Erfolge und der Mehrwert des Projektes für die Unternehmensgruppe herausgestellt. Zudem wurden ebenfalls einige Anekdoten zum Besten gegeben, die sich im Laufe der Jahre zugetragen haben. Abschließend gab es noch eine standesgemäße Projektabschlussfeier mit leckerem Essen und genüsslichen Getränken.

Der Projektabschluss zu den Modulen OKM und SKM aus der gkm Suite heißt allerdings nicht, dass die Zusammenarbeit mit unserem beendet ist. Es sind bereits Folgeprojekte angelaufen, die sich einerseits mit weitergehenden Optimierungen im OKM bzw. SKM-Umfeld beschäftigen, andererseits neue Themen tangieren. So soll für das dezentrale Konditionsmanagement, darunter versteht man bei unserem Kunen die Abwicklung von Konditionen in den Märkten, ebenfalls OKM als Tool genutzt werden. Dazu wird im Rahmen eines Projektes OKM@Web eingeführt, welches die Funktionalitäten des operativen Konditionsmanagements nicht über die konventionelle SAP GUI, sondern über einen gewöhnlichen Internet Browser erreichen lässt. Ferner wird im Rahmen eines anderen Projektes eruiert, ob das Verhandlungsmanagement aus der gkm Suite mit der iPad Komponente, aus Kundensicht eine sinnvolle Ergänzung zur Unterstützung des Verhandlungsprozesses beim Lieferanten ist [nähere Infos unter Contract2Go].

Mit den letzten Worten ertappe ich mich dabei, so wie anfangs berichtet, wie viele andere über neue Projekte zu berichten. Jedoch bin ich mir sicher, dass auch zu diesen Projekten Meldungen über den weiteren Fortschritt bzw. dem Projektabschluss nicht auf der Strecke bleiben.

Autor: Patrick Zajonz