Die Arbeit und Integration in Deutschland

Seit meiner Ankunft in Deutschland sind schon fast neun Monate vergangen. Es scheint unglaublich, dass ich schon so lange hier bin!

Als ich ankam,  gab es viele Fragen und viele Unsicherheiten, ob ich dieser großen Herausforderung gewachsen sein würde … Deutsch lernen, mit einer neuen Technologie umgehen, die Lösungen von gicom kennen lernen, arbeiten  mit Deutschen, alles  in kürzester Zeit bewältigen …

Für die  Arbeit und die Integration in einem ausländischen Unternehmen ist das erste Problem  die Sprachbarriere, vor allem am Anfang. Jede Alltagssituation erfordert einen großen Aufwand, das Lesen und Verstehen eines Dokumentes ebenso wie ein Gespräch. Man muss sich den  ganzen Tag  konzentrieren und  am Ende des Tages ist man erschöpft. Es ist wahr, dass viele Menschen in Deutschland sehr gute Englischkenntnisse haben, aber zweifellos ist es absolut notwendig, gut Deutsch zu sprechen, um sich in das deutsche Leben zu integrieren, und dies kostet Zeit. Die Wahrheit ist, dass es anfangs  ziemlich schwer ist, aber nach vielen Anstrengungen ist es sehr erfreulich zu sehen, wie man sich langsam einfügen kann, wie man anfängt, auf Deutsch zu kommunizieren, sich in die Gespräche zu integrieren, dass man immer besser verstanden wird.

Projektfoto

Obwohl  anfangs  natürlich alles schwierig ist, denke ich, dass die Integration sowohl für mich als auch für meine spanischen Kollegen sehr positiv ist. Innerhalb des Unternehmens wird jeder von uns in einem anderen Bereich arbeiten. Das ist sehr gut, weil es uns zwingt, mit unseren deutschen Kollegen zu arbeiten und verhindert, dass eine geschlossene Gruppe von Spaniern entsteht. In meinem Fall verläuft die Integration sehr einfach. Seit November arbeite ich mit dem Verhandlungs-Management-Modul (gicom/VM), und ich habe mich mit allen Kollegen, mit denen ich gearbeitet habe, sehr wohl gefühlt. Sie haben mir geholfen, sowohl die Sprache als auch die von gicom verwendeten Technologien zu verstehen.

Aber natürlich bin ich sehr glücklich, dass ich am Globus-Projekt teilnehmen und Erfahrungen sammeln kann. Ich habe die Gelegenheit, zwei oder drei Tage nach Sankt Wendel zu reisen, um an der Bereitstellung unserer Lösungen Verhandlungsmanagement (gicom/VM) bei einem Kunden und an Sitzungen komplett in Deutsch teilzunehmen. Die Wahrheit ist, dass ich mich sehr wohl fühle in diesem Modul. Die einzige Schwierigkeit für mich ist die Kommunikation, aber zum Glück ist immer meine Kollegin Simone dabei, und meine anderen Kollegen helfen mir mit der Sprache oder mit den anderen Problemen. Ohne Zweifel hat diese Erfahrung mir geholfen, sowohl  mein Wissen über die Technologie von gicom zu erweitern als auch mein Deutsch zu verbessern.

Um diesen Artikel zu beenden, möchte ich über den Teil schreiben, der mich am meisten überrascht hat: das Arbeiten mit den deutschen Kollegen. Das hohe Tempo nach der Arbeit, keine Ruhe auch nur für eine Sekunde! Wir kamen schnell ins Hotel, schnell haben wir uns umgezogen, wir gingen hastig in die Turnhalle Fitness Studio, haben schnell geduscht, schnell gegessen und gingen dann in die Kneipe, um schnell Fußball zu sehen. Wir hatten wirklich eine gute Zeit nach der Arbeit, aber für mich war es manchmal zu anstrengend…:)

Autor: Hector Sanchez

Mehr als nur zusammen arbeiten

Die erste offizielle Praxisphase im dualen Studium hat begonnen. Und schon kommt er: Der erste Kundeneinsatz. Vier Tage die Woche in einer ganz anderen Ecke von Deutschland und die Kollegen aus dem neuen Team kennt man vielleicht nur flüchtig vom Grüßen auf dem Gang – wenn überhaupt. Man fragt sich, wie alles ablaufen wird: Wie komme ich zum Kunden hin? Wie komme ich zurück? Wie wird das Hotel sein? Wie sind die Kollegen so? Was passiert nach der Arbeit? Gibt es so etwas wie Freizeitgestaltung? Klar, dass man da ein wenig aufgeregt ist.

Aber: alles halb so schlimm! Denn bei uns wird nicht nur zusammen gearbeitet, sondern man verbringt auch die Abende mal zusammen. Natürlich nur, wenn man diesen nicht doch lieber alleine verbringen möchte – man wird ja zu nichts gezwungen!

Was bei dem Team, mit dem ich beim Kunden war, eigentlich jede Woche anstand, war das Fitnessstudio. Nach einem langen Tag, an dem man praktisch nur gesessen hat, tut es wirklich gut, sich abends einmal so richtig auszupowern. Dadurch, dass man nicht alleine gehen muss und meistens von den Kollegen noch angespornt wird, weil die auch ungern alleine gehen möchten, kann der innere Schweinehund deutlich leichter als sonst überwunden werden. Und das Gewissen ist anschließend auch beruhigt. 🙂

Aber es ist natürlich nicht so, als würden wir hier nur etwas für die Gesundheit tun. Ein gemütliches Beisammensein bei ein paar Getränken in der Bar kommt – besonders an Abenden, an denen Fußball läuft – auch öfter mal vor.

Gemütlich kann es aber auch außerhalb vom Hotel werden: So waren wir zum Beispiel in meiner zweiten Woche hier im Süden alle zusammen im Kino und haben Django Unchained gesehen. Mit Überlänge. Das hat es zwar am nächsten Morgen ein wenig schwerer gemacht, aus dem Bett zu kommen, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

Auch ein gemeinsames Abendessen kann spontan vorkommen, wenn die Kollegen beispielsweise beschließen, dass sie zur Abwechslung Hunger auf eine warme Mahlzeit zum Abendessen haben. Dann fährt man eben zusammen noch schnell mal in die Stadt und lernt gleichzeitig ein paar neue Ecken kennen. Und wenn man so an den örtlichen Lokalen vorbeigeht, wird einem auch gleich noch die Planung für die Abende im Sommer erläutert, wenn es draußen wieder wärmer und länger hell ist: Ein schönes Feierabendbier in einem der Biergärten in der Stadt. 🙂

Man sieht also: Langeweile kommt hier nur auf, wenn man es selber so möchte!

Autorin: Silvia Dieckmann

Das TMS (Team Management System) als Methode der Teamentwicklung. Wir sind qualifiziert!

Bist du blau? Oder grün? Rot? Ich hätte aber gedacht, dass du gelb bist! Merkwürdige Gespräche finden auf den Fluren der gicom-Zentrale in Overath statt.

Springen wir einige Tage in die Vergangenheit: Es ist Donnerstag und eine Gruppe gicom Kollegen versammelt sich in entspannter Atmosphäre an einem ruhigen Ort im Bergischen Land. Inhalt des Seminars: Das Team Management System (TMS). Im Vorfeld war von jedem Teilnehmer ein kleiner Fragebogen auszufüllen. Das „Geheimnis“ des Fragebogens wurde rasch gelüftet. Jeder Teilnehmer erhielt im Laufe des Seminars die Auswertung des von ihm ausgefüllten Bogens – sein persönliches Team Management Profil.

Das Team Management Rad – Quelle: www.tms-zentrum.de

TMS verfolgt das Ziel, die Effizienz und Effektivität von Teams zu verbessern und vermittelt dabei auch Ansätze, die eigene Arbeitsleistung zu verbessern. Grundlage dafür ist eine Kombination aus individuellen Arbeitspräferenzen und empirisch ermittelten Erfolgsfaktoren exzellenter Teams. Die eigenen Präferenzen werden hierzu im Fragebogen ermittelt. Treffe ich Entscheidungen eher analytisch oder aus dem Bauch? Lege ich Wert auf strukturierte Vorgehensweise oder gehe ich flexibel an Themen heran? Beschaffe und nutze ich Informationen auf kreativem Weg oder praktisch? Bin ich eher eine offene, extrovertierte Persönlichkeit oder halte ich mich lieber zurück? Indem die individuellen Arbeitspräferenzen mit den Arbeitsfunktionen erfolgreicher Teams verknüpft werden (z.B. promoten, organisieren, stabilisieren), wird für jeden Teilnehmer die präferierte Rolle in einem Team abgeleitet. Insgesamt werden 8 Rollen unterschieden und zur Darstellung mit unterschiedlichen Farben versehen: Zum Beispiel der „rote“ zielstrebige Organisator, der „blaue“ kontrollierende Überwacher oder der „orange“ auswählende Entwickler.

In vielen Übungen wird im Seminar sowohl das Gespür für die selbst präferierte Rolle als auch für die Präferenzen der Kollegen geschärft. Ein kreativer Innovator löst Probleme schließlich anders als ein kontrollierender Überwacher. Dies hat wichtige Implikationen für den Umgang miteinander. Die Arbeitspräferenz bestimmt zum Beispiel auch, wie mit uns effizient kommuniziert werden kann. Welcher zielstrebige Organisator sagte nicht garantiert schon einmal zu einem Teammitglied, welches im ausschweifende Erklärungen lieferte: „Vorwärts! Jetzt komm‘ doch endlich zum Punkt!“

Was leiten wir – außer einer Schärfung des Selbstbildes und der besseren Einschätzung von Kollegen und Geschäftspartnern – aus TMS ab? Es ist der Ansatz, dass in Teams die 8 Rollen, die ein Team erfolgreich machen, durch die Teammitglieder optimal abgedeckt werden. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein optimales Team aus 8 Personen besteht. Vielmehr sollten die 8 Rollen durch die Haupt- und Nebenpräferenzen der Mitglieder abgedeckt sein. Um den Ansatz zu leben, finden im Hause gicom regelmäßig TMS-Qualifizierungen statt. Dies hilft uns in der hausinternen Organisation und Kommunikation. Dies hilft uns aber auch ganz besonders für die Zusammenarbeit in den Projektteams bei unseren Kunden. Wer möchte nicht einen effizienten, effektiven und erfolgreichen Projektverlauf?

Autor: Dirk Schubert

Internationale Projektteams – Herausforderung und Bereicherung

Arbeiten in der Zentrale eines Weltkonzerns, Projekte in Amerika und Asien, internationale Teams, weltweit zusammengestellt aus Consultants, technischen Spezialisten und Mitarbeitern des Kunden. Als Berater bei der gicom konnte ich in den letzten fünf Jahren die Besonderheiten solcher Projekte aus der Nähe erleben. Global verteilte Projektteams haben zunächst einmal ganz offensichtliche Probleme zu überwinden: Verschiedene Zeitzonen und Sprachen, hohe Reisekosten und mancherorts eine schlechte Internetanbindung. Daneben trifft man aber auch auf überraschende Schwierigkeiten.

So genügt ein Kick-Off als Teambuilding-Maßnahme nicht, um aus unterschiedlichsten Mentalitäten und räumlich getrennten Spezialisten eine funktionierende Gruppe zu bilden. E-Mails und Telefonkonferenzen ersetzen nicht persönliches Kennenlernen und gegenseitige Vor-Ort Besuche. In Asien beispielsweise funktioniert buchstäblich nichts ohne zwischenmenschlichen Kontakt. Und nur im direkten Erleben lernt man, dass ein indisches „Ok“ lediglich bedeutet „Ich habe gehört was gesagt wurde“, vor der Durchführung der besprochenen Aktion aber zusätzlich eine klare Anweisung erwartet wird.

Die Chancen und Herausforderungen der Globalisierung - Wir haben es in der Hand!

Allerdings ergeben sich auch Vorteile durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Denkweisen, Erfahrungswelten und Herkunftsländer. Ein Teammitglied aus der jeweiligen Region ist einfach näher am Kunden, spricht eher dessen ‚Sprache‘ und kennt lokale Gegebenheiten und Regularien. Kollegen aus der Zentrale kennen dagegen die wesentlichen Entscheider.

Jeder bringt seine Stärken ein, gemeinsam finden sich bessere Lösungen als bei einseitiger Betrachtung. Gründliche Planung ergänzt sich mit Improvisationstalent, Gradlinigkeit mit Flexibilität, Sachlichkeit mit Einfühlungsvermögen. Verschiedene Strategien kommen bei Problemen zum Einsatz: Ein deutscher Kollege tendiert eher dazu, Prozesse gemäß den Vorgaben technisch abzubilden, notfalls auch mit hohem Aufwand. Indische Kollegen streben dagegen oft einen organisatorischen bzw. kommunikativen Weg an. Der amerikanischen Mentalität entspricht es, gerne Vorgaben in Frage zu stellen und eigene Prozessvarianten vorzuschlagen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass internationale Teams einige Risiken in sich bergen, aber eben auch viele Chancen. Dabei lässt uns eine immer enger vernetzte und verstärkt globalisierte Welt oft gar keine andere Wahl, als weltweit Kräfte zu bündeln, Kompetenzen zusammenzubringen und so Wettbewerbsvorteile zu realisieren. Schließlich bietet ein solches Umfeld auch jedem Einzelnen die Möglichkeit, sich persönlich weiter zu entwickeln, Hemmschwellen zu überwinden und völlig neue Erfahrungen zu sammeln. Insgesamt war es für mich eine extrem spannende und bereichernde Zeit.

Autor: Ralf Berges

Ein starkes Team durch effiziente Zusammenarbeit

SharePoint bei uns im Einsatz!

Bei gicom nutzen wir SharePoint für die Projektorganisation und für die Ablage von internen Informationen. Somit haben alle Kollegen jederzeit Zugriff auf die benötigten Daten. Und was besonders wichtig ist, die Daten enthalten immer den aktuellsten Stand. Das Arbeiten wird dadurch effizienter und ich muss nicht ständig einen Kollegen bitten, mir die aktuellste Version seiner Datei zukommen zu lassen oder gegebenenfalls verschiedene Versionen zusammen führen. Zudem nutzen wir in SharePoint die „Versionierung“, das bedeutet, ich kann auf ältere Versionen zurückgreifen.

Eine andere tolle Sache ist die Terminorganisation, gerade bei Serienterminen, durch den Einsatz eines Besprechungsarbeitsbereiches. Damit kann ich mich vorab auf die dort eingetragene Agenda einstellen. Außerdem bekomme ich Aufgaben, die sich aus diesem Termin für mich ergeben und dort festgehalten werden automatisch über Outlook zugemailt und kann diese sogar mit meinen Aufgaben in Outlook synchronisieren. Damit habe ich alles im Blick und kann auf unzählige Notizen verzichten… aber ich muss gestehen, die eine oder andere Haftnotiz kommt dennoch manchmal zum Einsatz. 🙂

Autorin: Silvia Teichler