Mantis zur Unterstützung des Entwicklungsprozesses

Seit nun mehr als drei Jahren ist unser Bugtracking-Tool im Einsatz. Was einst aus einer Not heraus entstand, ist heute eines der wichtigsten Werkzeuge in unserem Arbeitsalltag. Damals noch in meiner Ausbildung kam einer unserer Entwickler auf mich zu und bat mich einen kleinen Webserver aufzusetzen. Ohne große Vorkenntnisse brachten wir einen LAMP-Server ans laufen. LAMP steht hierbei für einen Apache Webserver auf dem eine beliebige Linux Distribution sowie MySQL und PHP installiert sind.

MantisBT Logo

Einmal eingerichtet sollte nun auf diesem Server das Bugtracking-Tool MantisBT laufen. Das Open Source Programm wird über eine HTML Oberfläche bedient und kann ganz einfach über den Internet Explorer oder Mozilla Firefox aufgerufen werden. Doch was ist eigentlich so ein Bugtracker? Im täglichen Entwicklungsprozess kommt es nicht selten vor, dass Unschönheiten, Programmfehler (sogenannte Bugs) oder neue Anforderungen an das System gestellt werden (Feature Requests). Um Herr über diese große Anzahl von Punkten zu werden, entschieden wir uns MantisBT einzusetzen.

Das Besondere an Mantis ist, dass mehrere Benutzer gleichzeitig darauf zugreifen können. Dies half uns dabei von den damaligen Excel Files zur Fehlerverfolgung Abstand zu nehmen. Der Benutzer loggt sich einfach mit seinem Usernamen und Passwort ein und schon kann er sehen, welche Aufgaben anstehen. Hat „Herr Müller“ also einen Fehler im System gefunden, kann er diesen direkt im Bugtracker aufnehmen und einem Entwickler zuweisen. Der Entwickler erhält dann eine E-Mail und begibt sich mit einer konkreten Beschreibung direkt auf die Suche nach dem Problem.

Übersicht Mantis

Neben unterschiedlichen Status eines „Problems“ (in Mantis als „Issues“ bezeichnet) kann über eine Berechtigungsvergabe auch eingestellt werden, wer auf welche Projekte zugreifen kann. Somit können wir individuell auf die unterschiedlichen Neuentwicklungen für unsere Kunden eingehen und schnellstmöglich Lösungsansätze finden. Vor allen Dingen verliert man nicht den Überblick, da jedes „Problem“ eine eindeutige ID zugewiesen bekommt. Zusätzlich lässt sich das Programm frei verändern, da es unter der General Public License veröffentlicht wird. Durch diese Lizensierung ist es uns möglich, eigene Anpassungen am System vorzunehmen, die unseren Arbeitsprozess erweitern und verbessern.

Nach über drei Jahren sammeln sich so einige Dinge im System an. Mittlerweile haben wir mit rund 100 Usern mehrere Tausend Issues aufgenommen. Wer selbst einmal entwickelt hat, weiß wie das ist – es gibt schließlich immer etwas zu verbessern. Folglich ist MantisBT aus heutiger Sicht ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit geworden und wird stetig weiterentwickelt. Die große Community, hinter dem Projekt MantisBT, arbeitet täglich an Verbesserungen, um das Programm noch intuitiver und umfangreicher zu gestalten. Aus diesem Grund sind wir froh uns damals für dieses Programm entschieden zu haben.

Autor: Stephan Herrmann